Frauentörn vom 17.-20. Juni 2011
Geschrieben von: Wolfgang Dechamps   

Frauentörn vom 17.-20. Juni 2011


Freitag, 17.06.2011

Der erste Teil der Crew, mit Anette, Dagmar, Gisela  und Gaby fuhr gegen 11.30h ab Hannover Richtung Neustadt. 2 kleine Staus hielten uns etwas auf, aber dann ging es wieder zügig weiter. Herr Stute erlaubte uns, unser Gepäck auf die „amica venti“ zu bringen und so konnten wir ganz entspannt unsere Einkäufe (Verpflegung) erledigen. Als wir im Hafen wieder ankamen, waren Beate und Maria auch gerade angekommen. Wir verstauten den Rest, Beate erledigte den offiziellen Teil mit dem Vercharterer - wir lagen so gut in der Zeit, dass wir die Einweisung noch erledigten und dann, wie immer, in der Hafenklause gegessen haben.
Der Wetterbericht für die nächsten Tage war nicht so, wie von uns gewünscht, aber ein Segeltörn ist kein Wunschkonzert!


Samstag, 18.06.2011
Gegen 10,30h verließen wir Neustadt und trainierten erst mal ein paar Manöver unter Motor.
Bei 4-5bft ging es unter vollen Segeln auf  Kurs . Aber um 14.30h mussten wir schon reffen, eine halbe Stunde später leider Segel bergen, denn die Regenfront war greifbar. Eine gute Stunde fuhren wir unter Motor im strömenden Regen Richtung Wismar, der Wind hatte noch zugelegt, und wir legten 16,36 h im Hafenbecken „Wasserwanderrastplatz“ an. Wir hatten doch 35,5 Meilen geschafft und verkrochen uns in unseren Salon, deponierten irgendwo die nassen Anzüge und nach einem kleinen Imbiss machten wir uns über „Phase 10“, ein Kartenspiel her. So schnell findet man bei diesem Spiel kein Ende – aber wir hatten ja Zeit – es regnete ohne Ende. Gegen Abend traute sich die Sonne wieder hervorzukommen und lud uns zu einem Stadtgang durch Wismar ein. Es war alles ziemlich ausgestorben und so entschlossen wir uns an Bord zu kochen. Anette zauberte einen Gemüsetopf mit Nudeln und alle waren glücklich und zufrieden und konnten uns anschließend noch auf die „Phase 10“ stürzen. Es wurde auch noch richtig spannend.

Sonntag, 19.06.2011
Der Wetterbericht sagte uns nichts Gutes voraus und somit wurde entschieden, die Richtung Grömitz anzusteuern, anstatt Boltenhagen.
Um 9.35 verließen wir mit gerefften Segeln bei 4 bft. Wismar auf Kurs 285°. Um 13 h kamen dann auch schon  wieder die ersten Regenschauer, der Wind steigerte sich auf 5-6 und so segelten wir mit gereffter Fock und Groß durch die Schauer, die aber kein Ende nahmen und  legten um 14.30 h im Regen in Grömitz an. Heute hatten wir gegen den Wind unsere 25,6 Meilen geschafft.
Abends beruhigte sich das Wetter und wir wagten uns wieder von Bord und gingen etwas Leckeres essen, 1x Seebrücke hin und zurück, ein Eis auf die Hand und die Welt war wieder in Ordnung
.
Montag 20.06.2011
Für den Montag wurden westl. Winde mit Stärke 5-6 angesagt, aber trocken,
und somit hatten wir keine Eile. Morgens schien die Sonne, es wurden noch einige Boutiquen
besucht, ein Cappu in der Sonne vor der Eisdiele getrunken und so legten wir um 12 h unter Motor mit Kurs 200 ° ab. Die Segel wurden halb gerefft und es ging hart am Wind, mit 4-5 bft., mit einigen Wenden Richtung Heimathafen. Natürlich erwischte uns wieder ein dicker Regenschauer – ½ Stunde vor Neustadt- sodass alles wieder richtig nass wurde (eigentlich waren die  Anzüge noch gar nicht trocken geworden). Wir tankten im Regen und legten um 15.05h in unserer Box an. Heute hatten wir eine kleine Strecke von 12,6 Meilen geschafft. Wir hatten noch Glück, wir konnten unsere Autos bei Sonnenschein beladen und entspannt nach Hannover fahren.
Es war wieder ein gelungener Törn und bedanken uns wieder ganz herzlich bei Beate, die uns diese Tour wieder ermöglicht hat.

 
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