Schlei-Frauentörn vom 18.bis 25.Juni 2010
Geschrieben von: Michael Teichert   

Kombinierter Schlei-Frauentörn vom 18.bis 25.Juni 2010

Freitag 18.06. startete die Crew um 11 Uhr von Hannover mit 1 Auto (Dagmar war unsere Fahrerin) + 4 Frauen und vollgepackt mit Segeltaschen. Unsere Skipperin Beate kam später nach, da sie einen ganz normalen Arbeitstag absolvieren musste.
Zu dieser Zeit kamen wir gut voran und konnten nachmittags bei Sonnenschein unser Hotel
„Nordig“ beziehen. Anschließend stand Flensburg „City“ auf dem Programm.

Kaffeetrinken in einem gemütlichen Kaffee mit hunderten von Kaffeekannen unter der Decke hängend und sonst noch überall verteilt im Kaffee. Anschließend natürlich ausgiebig Shopping.

Uns wurde von Einheimischen das Restaurant „Piet Henningsen“ an der Schiffsbrücke empfohlen, wo dann auch Beate zu uns kam. Das Lokal war ein guter Tip. Wir haben phantastisch gegessen und fuhren  gut gesättigt zum Hotel .

Samstag 19.06. gemeinsames Frühstück um 7 Uhr damit wir um 8 Uhr bei unserem 1.Klasse Charter sein konnten. Es hatte sich auch schon eine kleine Schlange Wartender vor dem Büro gebildet. Den Check machten wir zu zweit an unserer 39´ Bavaria „Mosquito“, die Restcrew kaufte unseren Proviant ein.


Nach dem Check kam noch eine Servicekraft und hat die von uns genannten Mängel beseitigt. Wir waren von dem Service sehr beeindruckt.
Um 13.55 Uhr konnten wir dann endlich in Flensburg „Sandvig“ ablegen, es war bewölkt mit gutem Wind, ab und zu ein  Schauer. Ab 17.15 Uhr war  Flaute und wir motorten im Regen nach Höruphav/Dänemark wo uns die Sonne erwartete. Es ist ein kleiner idyllischer Hafen, wo es kein Restaurant gab, also war kochen angesagt.

Sonntag 20.06.verließen wir bei Sonne und 2 bft. den Hafen nachdem noch Anlegemanöver trainiert wurden. Bei Sonne und zu wenig Wind motorten wir ab 14 Uhr.
Es verlief alles recht besonnen, bis Annette sagte, dass sie ihre Fototasche über Bord verloren hatte. Ich meinte, dann fahren wir doch mal ein Manöver! Aber wie bekommt man eine kleine schwarze Fototasche wieder an Bord. Sie im Auge zu behalten war schon schwierig, sie mit dem Enterhaken zu bergen war noch schwieriger, bis die Idee kam, wir haben doch ein Küchensieb. Moni und ich rödelten unser Sieb um den Haken und nach 3 Versuchen gelang es uns endlich die Fototasche einzufangen.

Am Nachmittag  machten wir eine Zwischenvisite mit kleiner Hafenrundfahrt in Schleimünde. Es war geplant dort in der Giftbude einen Kaffee zu trinken, aber der Hafen war voll und eine Kaffeefähre spuckte gerade eine Menschenmenge am Steg aus, dass wir es uns ganz schnell anders überlegt haben und die Richtung Kappeln einschlugen allerdings im Konvoi mit zig anderen Schiffen, die am Sonntag nach Hause wollten. Im Stadthafen machte es der Stromversatz etwas schwieriger in die Box zu kommen. Aber Beate fuhr ein meisterliches Anlegemanöver .Behindernd waren dabei auch die Sonntagssegler, die sich vor der Brücke tummelten, die stündlich öffnet (1/4 Stunde vor voll). Wir hatten nette Bootsnachbarn, Sanitäranlagen ganz nah und neu, machten unseren obligatorischen Stadtrundgang mit Kirche, Mühle, Fußgängerzone bevor wir ein Fischlokal am Hafen aufsuchten.

Montag 21.06 Kappeln/Sonne. Die Crew stand 9.30 bereit zum Ablegen um 9.45 die Brücke passieren zu können. Wir fuhren weiter mit Motor durch die Schlei und bewunderten die rechts und links liegende Landschaft und Gebäude. Um 11 Uhr durchfuhren wir die 2.Brücke mit Vollgas, knapp vor dem Zuklappen. Wir hatten auch nicht daran gedacht, die kleine blau/weiße Flagge anzubringen, die die Absicht, die Brücke zu passieren, signalisiert.
Aber das Brückenpersonal hatte auf uns gewartet. Irgendwann hielten wir unsere Position für ein kleines Picknick bevor es unter Motor weiter nach Schleswig ging. Wir hatten zwischenzeitlich häufigen Telefonkontakt zur 2. Crew, die bereits unterwegs war und entschieden uns für den Yachthafen „Wiking“ anstatt des Stadthafens, dank Hannes und Kirsten, die die Örtlichkeiten des Stadthafens genau untersucht hatten. Um 15.50 Uhr legten wir im Yachthafen „Winking“  bei Sonne und Hitze an.
Hier kam noch ein Monteur von „1.Klasse“ an Bord, weil die Süßwassertanks leergelaufen waren durch eine defekte Schelle, die ausgetauscht wurde. Der Service durch den Vercharterer hat prima geklappt aber schöpfen mussten wir dann doch.
Die Frauencrew, bis auf Gaby, verabschiedete sich in Richtung Hannover. Brachte die angekommenen Autos nach Flensburg zurück mit dem Zweitschlüssel und fuhr mit den eigenen Autos nach Hause.

Dienstag 22.06. Um 9.35 h verließ die „Mosquito“ den Wiking Yachthafen bei Sonne und leichtem Wind und konnte um 14.45 h mit dem 2. Anlauf die Brücke in Kappeln passieren.
Für die 1. Durchfahrt waren wir ein paar Minuten zu spät und parkten längsseits vor der Brücke um noch schnell einen Kaffee zu kochen.
Im Stadthafen waren am Dienstag mehrere Boxen frei und so lagen wir wieder gegenüber von den Duschanlagen. An diesem Tag legten wir 19,3 sm zurück bei Sonne und hohen Temperaturen. Auch diese Besatzung gönnte sich einen Stadtrundgang mit einem Besuch in einer Eisdiele und Abendessen im Fischlokal am Hafen.

Mittwoch 23.06. – 9.30h Ablegen in Kappeln. Leider nur 1 bft aus N/W, so wurde mit viel Sonne Richtung Schleimünde motort, an Maasholm vorbei mit Ziel Höruphav. Der Wind stieg auf 3 - 4 bft und vor Kalkgrund mussten wir doch kreuzen. So erreichten wir Höruphav um 15.45h  und belegten den gleichen Längsseitsplatz wie am Sonntag. Heute brachten wir es immerhin auf 26 sm.
Abends wurden die zubereiteten mitgebrachten Rouladen von Stefan serviert, es schmeckte köstlich. An diesem Abend ging alles nach Zeitplan, denn wir wollten das Fußballspiel Deutschland/Ghana auf dem bordeigenen TV verfolgen. Parallel fand das Midsommernachtsfest am Ende des Hafens statt. Ein deutsch/dänischer Schiffsnachbar war unser Gast und verfolgte das Fußballspiel mit uns mit gespendetem Bier. Heute war es wirklich ein langer sonniger Abend.

Donnerstag 24.06. -9.55 h Ablegen unter klarem blauen Himmel und Sonne.
Um 11 h machten wir einen Zwischenstopp im Stadthafen von Sonderburg und kauften noch ein paar Kleinigkeiten ein. Um 12.05 h ging es bei S/W 2-3 unter vollen Segeln Richtung Langballigau. Um 16 h war der Hafen schon voll belegt so nahmen wir den ersten Platz längsseits an der Hafeneinfahrt. Neben uns legte eine Yacht der Marine an, die Ausbildung mit Privatem verbunden hatten. Dieser kleine Hafen ist sehr touristisch, weil es ja auch Strand und Campingplatz gibt. Der Strandspaziergang lud aber nicht zum Baden ein, das Wasser war einfach zu kalt. Dafür war es an Deck an diesem Abend sehr heiß. So wurde relaxt, an Bord gegessen, Fußball angeschaut und der Sonnenuntergang mit Möwen genossen.



Freitag 25.06. – 9.50 h Ablegen mit Kurs 350 Grad, Sonne und 3 bft.
Um 13 h suchten wir uns einen Platz zum Beilegen um die Reste unserer Verpflegung  zu genießen.  Wir motorten dann Richtung Flensburg Stadthafen, bekamen allerdings keinen Platz, der uns gefiel, so fuhren wir Richtung Endstation. Mußten auch etliche Runden vor der Tankstelle drehen, weil der Andrang recht groß war und die Tankstelle auch einfach ungünstig liegt. Als wir dann unsere endgültige Box im Yachthafen „Sandvig“ erreichten, das Servicepersonal erwartete uns und wies uns ein, musste leider gepackt werden.
Die Innenreinigung haben wir vom Vercharterer ausführen lassen, so wurde nur das Deck gesäubert.
Wir genossen alle zusammen im Hafencafe unser Eis mit der herrlichen Aussicht auf diesen Hafen und Bereiche Flensburgs. Ein schöner Törn war zu Ende, das Wetter konnte nicht besser sein in diesem Jahr, wir hatten wirklich Glück

Gaby Ledig

 
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