Inhalt 

  • 13.08.22 Wesertour "um Harriersand"
  • 18.06.22 Mittsommer ´22 - Gefunkel auf dem See
  • 14.06.22 Wanderfahrt durch Westmasuren
  • 03.06.22 Endlich wieder Pfingst-Ruder-Wanderfahrt – und fast wie früher…
  • 23.04.22 Saisoneröffnung und Bootstaufe 2022 - 23. April - fast Normalität
  • 10.04.22 Wesermarathon in der Frühlingspause
  • 10.03.22 Winter- und Frühlingsrudern ... nicht mein Wetter?
  • 05.03.22 "Rudern pur - Regatta in Hannover"
  • 09.01.22 Neujahrssiebener
  • 08.01.22 Unser Weihnachtsgeschenk – der neue Rennzweier ist da!

 


Wesertour "um Harriersand"

Die Regatta rund um die Stohhauser Plate: ein Highlight in jedem Ruderjahr - bis Corona kam...

Zwei Jahre ohne - sollte es 2022 endlich eine Neuauflage geben? Der NRC entschied sich dagegen, zu unsicher war die Lage am Jahresanfang. Das bedauerten einige WSV-Rudersleute sehr, kommunizierten das auch. So kam es zu einer Einladung vom NRC, gemeinsam die südöstlich der Strohauser Plate gelegene Insel Harriersand - übrigens eine der längsten Flussinseln Europas - zu umrunden. Am 13.08.2022 trafen sich sieben WSVler mit sechs NRClern, um in drei Booten die Tour zu absolvieren. 

Während Dirk mit seiner Liebsten bereits am Vortag im Wohnmobil anreiste und einen Abend an der Weser genießen konnte, fuhren die übrigen fünf am Samstagmorgen los und landeten nach wenigen Kilometern bereits im Stau. Nach ca. 6 km in Schrittgeschwindigkeit konnte der Rest der Strecke dann aber ohne weitere Behinderungen zurückgelegt werden, so dass wir nach einer kleinen Stadtrundfahrt in Nordenham pünktlich um halb 12 am Ziel eintrafen.

Ohne die gewohnte Regattahektik starteten wir in vereinsgemischten Besetzungen. Während zwei Boote die Regattastrecke über die Schweiburg wählten, steuerte Olaf das dritte Boot auf der offenen Weser an der Strohauser Plate vorbei. Dann wurde es interessant, denn die Fahrt durch den Nebenarm der Weser machten die Altwarmbüchener zum ersten Mal. Zwischendurch freuten wir uns über jede Wolke, die die heißen Strahlen der Sonne unterbrachen. Der Weserarm wurde zunehmend schmaler, bis wir schließlich mit Ruder lang unter der Brücke, der einzigen Verbindung zwischen Insel und Festland, hindurchglitten. 

Nachdem die Inselspitze umrundet war, galt es, ein geeignetes Strandstück zum Anlegen zu finden, was zwischen dem dichten Schilf gar nicht so einfach war. Da nur hin und wieder winzige Strandabschnitte zu finden waren, entschied die Besatzung des ersten Bootes, auf der anderen Seite der Weser anzulegen. Hier fand sich sogar eine Stelle mit Eisverkauf/Restauration in der Nähe. Und es gelang, die nachfolgenden Boote auf uns aufmerksam zu machen, so dass wir gemeinsam auf das ablaufende Wasser warten konnten.

Wir genossen ein erfrischendes Bad in der Weser, dösten im Sand bei netten Gesprächen und/oder leckerem Eis, bis wir feststellen konnten, dass das Wasser nun eindeutig Richtung Meer floss. Während ablaufendes Wasser und Fließgeschwindigkeit zwei der Boote zu Höchstgeschwindigkeiten antrieb, verzweifelte die Nordenhamer Neuruderin Ortrud an ihren Skulls, mit denen sie einen Krebs nach dem anderen fing, bis sie endlich entdeckte, dass der Griff sich auf einer Seite aus dem Schaft gelöst hatte und daher das Blatt nicht mehr drehte. So mussten die letzten Kilometer zu dritt gerudert werden und Ortrud konnte die Fahrt untätig genießen. 

Nachdem auch dieses Boot endlich seinen heimatlichen Steg erreicht hatte und alle Boote gereinigt und weggelegt waren, ließen wir bei ein oder zwei Bier noch einmal den Tag Revue passieren, bewunderten Nicoles Kirschenkleid und wurden zu einem Ruderausflug ins Watt eingeladen – das machen wir sicher gerne einmal! Fünf zufriedene Ruderer machten sich mit jeweils 52 Ruderkilometern im Gepäck auf den Heimweg, während unsere Camper noch eine Nacht an der Weser verbringen durften.

Danke an Arne für die Fahrzeugstellung und an Dirk für die Organisation – wir freuen uns auf ein nächstes Mal!
dk 13.08.22


Mittsommer ´22 – Gefunkel auf dem See

Tradition bezeichnet die Weitergabe (das Tradere) von Handlungsmustern. Und so war es natürlich auch wieder im Jahr 2022.  Das traditionelle WSV Mittsommerrudern fand dieses Jahr am 18. Juni 2022 statt. Tradition ist auch, dass die Organisation von Marianne und Jörn übernommen wird. Auch in diesem Jahr haben sich die beiden wieder selbst übertroffen und für eine unvergessliche Stimmung am Bootshaus, auf dem See und beim anschließenden Mitternachtsschmaus gesorgt. Exakt wie im letzten Jahr hatte Jörn auch seinen offensichtlich außergewöhnlich „guten Draht nach oben“ spielen lassen und wir durften in einer lauen, windstillen und warmen Mittsommernacht den Altwarmbüchener See genießen. Weiterhin setzte sich auch dieses Jahr die Tradition fort, dass wir neue Mittsommer-Mitrudernde begrüßen durften, die dann neugierig und gespannt auf die kommenden Dinge warteten.  

Also könnte jetzt dieser Bericht enden mit dem Klassiker aus „Dinner for One“ – „… same procedure as every year …“ – dies würde aber dem netten Abend in keinem Falle gerecht werden.  

  

Und so gab es dann auch kurz nach 21:00 Uhr den traditionellen gelb-blauen Umtrunk zur Begrüßung der 16 Teilnehmer und die Boote wurden eingeteilt. Es machten sich dann vier Boote auf den See mit Fackeln auf dem Heck und wir ruderten der bürgerlichen Dämmerung entgegen. Trotz der einsetzenden Dunkelheit gelang es unseren erfahrenden Steuerleuten hervorragend, die letzten Schwimmer im See zu umfahren, und wir genossen die Abendstimmung bei Windstille.

 

Nach Einbruch der Dunkelheit versammeln sich dann traditionell alle Boote im Bereich vor der Vogelinsel,  Wunderkerzen werden verteilt und das Feuerwerk vorbereitet. Als ob es mit uns abgesprochen wurde, durften wir ein Feuerwerk am Ufer beobachten – vom See aus betrachtet ein sehr gern genossenes Extra.  

Gegen 22:45 Uhr war es dann so weit – das große Gefunkel auf dem See begann … die Wunderkerzen verbreiteten Stimmung und die Boots-Feuerwerke verzauberten den See.  

Hier sei kurz erwähnt, dass das Feuerwerk nicht wie eigentlich immer traditionell von Jörn am 30. Dezember besorgt werden konnte. An dieser Stelle machte die Bundesregierung uns mit den Corona Regeln zum Verkaufsverbot von Klasse 2 Feuerwerk einen Strich durch die Rechnung. Unglücklicherweise fallen sogar die großen Wunderkerzen in diese Kategorie, so dass durchaus ein Risiko bestand, dass unser Traditionsevent ins Wasser fällt. Aber der Beharrlichkeit und guten (internationalen) Vernetzung von Dagmar ist es zu verdanken, dass wir auch an dieser Stelle sagen konnten „… same procedure as every year …“ und wir konnten auch diesen Tagesordnungspunkt erfolgreich und traditionsgemäß abhaken. Dankenswerterweise wurde unser Mittsommerabend durch ein "echtes Feuerwerk" begleitet - irgendwo aus Richtung A2 Center gab es ein richtiges Feuerwerk, das von unseren Wunderkerzen stilvoll ergänzt wurde. 

Im Fackelschein am Steg legten alle Boote sicher an, wurden gereinigt, getrocknet und in der Halle verstaut, denn es wartete unsere wunderschön dekorierte und beleuchtete Terrasse auf uns zum Mitternachtsschmaus des köstlichen Mitbring-Büffets. Bei leckeren Salaten, traditionellem Chlodnik, Datteln in Speck sowie einigen speziellen „hochkonzentrierten Vitamindrinks“ und nettem Klönschnack saßen wir bis in die frühen Morgenstunden zusammen und ließen den gelungenen Abend und die stimmungsvolle Nacht ausklingen.   

FS 18.06.22 


Wanderfahrt durch Westmasuren

Pfingsten mit dem WSV fiel für Klaus und mich aus, da wir uns bereits seit langem für die „Wanderfahrt durch Westmasuren“ bei Lukasz Kazmarek just zu diesem Termin angemeldet hatten. Die 800 km lange Anfahrt überbrückten wir mit einem Zwischenstopp in Poznan (Posen in preußischer Zeit), wo wir am Tag vor Tourbeginn die Gastfreundschaft von Lukasz und seiner Familie exklusiv genießen durften. 

20 Ruderer trafen sich dann am Ausgangsort Grudziadz (Graudenz) an der Weichsel. Fahrtenleiter Lukasz schaltete gleich auf eine seiner Vorlesungen von „Radio Lukasz“ und impfte uns nach dem gemeinsamen Aufriggern gehörigen Respekt vor „Königin Weichsel“ ein. Die Namen seiner Boote (Sturm, Taifun, Wirbelwind, Donner und Monsun) sollten bitte kein Omen sein. Nach 47 km zwischen Buhnen und Sandbänken, Lukasz im Dreier  von Prickel zu Prickel führend vorneweg, landeten wir nach einem ersten sonnigen Tag in Gniew (Mewe). Das erste „ungeduschte Bier“, präsentiert von Papa Gregorz am Anlegesteg hatten wir uns da redlich verdient. 

Täglich mischte Lukasz die Bootsbesatzungen durch und auch die Obleute. Die Zusammenstellung war in diesem Jahr etwas anders als wir es sonst kannten.  2/3 männlich, der Altersdurchschnitt eher unter 50 als über 60, darunter vier polnischsprachige Ruderer, ansonsten aus dem Raum München bis Hannover. 

Durch eine Schleuse ging es am zweiten Tag auf die Nogat. Das Wasser stand ab sofort, der Fluss war viel schmaler und sehr naturbelassen. Wasserschlangen, Biber, Seeadler wurden neben den üblichen tierischen Begleitern wie Schwänen, Fröschen etc. gesichtet, vom Baden wurde aber noch abgeraten. Mit der Marienburg kam die größte Burg Europas als Hinterlassenschaft des Deutschen Ordens in Sicht. Es war Montagabend- weltweit sind Museen geschlossen- doch wir hatten eine Exklusivführung und durften die Riesenburg ohne begleitende Touristenmassen besichtigen. 

Tags drauf ging es über die Nogat und den Jagiellonenkanal bis nach Elblag (Elbing), mit anderthalb Metern unter Null der tiefst gelegene Punkt Polens. Elblag sieht sich in Konkurrenz zum nahe gelegenen Danzig und eifert diesem im Aufbau seiner Innenstadt mit aller Kraft nach, hörten wir bei einer Stadtführung. 

 

Weiter ruderten wir auf dem Elblag Fluss, dann durch ein Moor mit einem 10 km langen zu dreiviertel mit  Seerosen bewachsenen (genannt „grüner Teppich“) Drausensee bis zum Oberlandkanal. Hier erwartete uns die Generalprobe: der erste von fünf Rollbergen! 

Alle, die es noch nicht erlebt haben waren aufgeregt, man kann sich das Befahren der Rollberge mit Ruderbooten nur schwer vorstellen… 

Bei der Wahl, alternativ einen Kanal mit 32 Schleusen für den Transport von Holz vom ostpreußischen Oberland zur Ostsee zu bauen erfand im 19. Jahrhunderts der königlich preußische Baurat Georg Steenke aus Königsberg dieses System der Rollberge. Es galt auf einer Länge von 10 Kilometern mehr als 100 Höhenmeter zu überwinden. Die Boote werden zunächst auf ein auf Rollen fahrendes Gestell, das zunächst unter Wasser und kaum sichtbar ist, gesteuert. Auf einer schiefen Ebene wird das Gestell durch Wasserantrieb und ohne Strom aus dem Wasser gezogen. Auf Schienen fährt man dann gemütlich über den Berg. Motorbootbesatzungen blieben sitzen, wir mussten das Gestell erklimmen. Es wurde deutlich: steuern muss man können, klettern muss man können und eventuell auch schwimmen…

 

Die Generalprobe am ersten Rollberg verlief gut, und so durften wir am nächsten Tag dann gleich vier weitere überwinden und waren zur Mittagszeit Spezialisten. Mehr als 100 Höhenmeter waren geschafft. Es folgte die Seenplatte von Ilawa  und damit Westmasuren mit seinen dunklen Wäldern. Das Gewitter, das uns ereilte, zwang uns zum spontanen Anlegen und wir erlebten eine großartige Gastfreundschaft. 20 tropfnasse Ruderer störten die Gastgeberin keineswegs beim Vorbereiten ihrer Geburtstagsparty, wurden mit Handtüchern und Tee versorgt und durften in Ruhe ein einzigartiges Haus betrachten. Später richteten wir uns in einem mitten in einem masurischen Wald gelegenen Hotel ein, arrangierten uns mit dem landesweiten Treffen der polnischen Förster und genossen den speziellen Lagerfeuerabend mit Lukasz und seiner Wodkaverkostung. 

Nach weiterem Kanal, einer Art Aquädukt über einen See, und herrlichem Bad im einsamen, masurischen Gewässer, danach Durchfahrt durch den längsten polnischen See, den Gerichsee erreichten wir die Zivilisation in der Nähe von Ilawa (Deutsch Eylau). Es war Wochenende, Jetski und Motorflitzer zeigten was sie haben und meinen zu können und waren laut und nervig. Jede Menge Segler bewegten sich gesittet dazwischen, eigentlich ein schönes Bild. Der Wellengang wurde weitgehend künstlich produziert, dennoch schafften wir den letzten Weg der insgesamt 220 km zum am Wasser gelegenen Hotel in Ilawa. Die Boote wurden im Hotelgarten kurzerhand gelagert, abgeriggert, geputzt und verladen, alles in sehr geordneter Manier nach den Anweisungen von Lukasz. Zum Schluss ein weiteres „ungeduschtes Bier“, viele lobende Worte, ein Gruppenfoto und die vielseitigste Wanderfahrt aus Lukasz Programm (meine Meinung) war Geschichte.                                  

Dorothee Gratz, 14.6.2022


Saisoneröffnung und Bootstaufe 2022 - 23. April - fast Normalität

Ein ungläubiges „… ist das wieder ein Stückchen Normalität“ war durchaus zu hören, wenn man sich am 23.04.22 auf dem WSV-Gelände umgehört hat. 

Es war nach zwei turbulenten und ungewöhnlichen „Corona-Jahren“ tatsächlich wieder möglich eine Saisoneröffnung durchzuführen. Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein haben sich erfreulich viele WSV-Mitglieder auf das Vereinsgelände locken lassen. In guter Tradition war für das leibliche Wohl reichlich gesorgt und alle waren bester Stimmung. Dafür gab es neben dem großartigen Wetter und den netten Gesprächen auch allen Grund, denn wir konnten die Taufe unseres neuen Schmuckstückes in der Rudersparte feiern. 

Aufgrund von vielen großzügigen kleinen und durchaus großen Spenden war es möglich, einen neuen „leichten Doppelzweier“ als Neuboot anzuschaffen. Er wird mit einem durchschnittlichen Gewichtsbereich von 65-75 kg intensiv insbesondere im Jugendtraining eingesetzt. Ein besonderer Dank gilt auch der Sparkasse, denn ohne dieses Engagement wäre es kaum möglich gewesen das Projekt umzusetzen.

Der Filippi F13 ist ein wahres Schmuckstück, an dem wir im Verein für die nächstes Jahrzehnte viel Freude haben werden. Das bis heute namenlose Boot hatte, sozusagen als Weihnachtsgeschenk wenige Tage vor Heiligabend ´21, den in unser Bootshaus gefunden und wartete bis heute auf seinen Namen. Wie der eingerichtete Namensfindungsauswahlausschuss zum Ergebnis gekommen ist, bleibt auch dieses Mal unser Geheimnis. Aber nun hatten unsere Jugendtrainerin Michaela und ihre Tochter endlich das Vergnügen das neue Boot zu taufen. 

Es hört auf den Namen „Flossenflitzer“ und wir wünschen ihm allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

 

23.04.22 fs

 


Endlich wieder Pfingst-Ruder-Wanderfahrt – und fast wie früher…

Am Südost-Rand von Berlin weitet sich die Dahme vielfach zu kleinen und großen Seen, bevor sie in die Spree fließt. In dieses schöne, abwechslungs- reiche Ruderrevier führte die Pfingstfahrt 2022 der Rudersparte. Zweimal war sie ausgefallen wegen Corona – vom 3. bis zum 7. Juni ging es endlich wieder los.

Das neue Wanderruderwarte-Team hatte für Freitag bis Dienstag einen Tourenplan entwickelt mit dem Ruderverein Sparta Klein Köris als Standort. Fahrtenleiter Jürgen Podhajecky musste von Tag zu Tag neu planen, welche Boote aufgeladen werden sollen. Von 22 zunächst Angemeldeten blieben schließlich 15 Ruderinnen und Ruderer übrig – Krankheiten und andere Widrigkeiten hatten zugeschlagen. Moorvenus, Moorhexe und Fango kamen auf den Hänger, auf das Autodach Podsblitz als Zugabe. Sorgenvoll der Blick des Fahrtenleiters auf die Obleute, die durch die Absagen schwanden. So kamen einige nicht nur zu neuen Steuererfahrungen, sondern auch zum ersten  Obfrau-Einsatz.

Am Freitag wurde zunächst direkt das Bootshaus des RC Königs Wusterhausen angesteuert. Zehn Leute riggerten in der Mittagshitze Hexe und Fango auf und ruderten Richtung Berlin. Nach anderthalb Stunden die Gretchenfrage:  Aus Zeitgründen umkehren oder weiterfahren auf dem möglichen und angepeilten Rundkurs? Ein Glück, dass wir uns für die Rundfahrt entschieden: Auf einem kurzen Stück Oder-Spree-Kanal gab es ein bisschen Schatten und viel Grün am Rande. Der Krossin-See dahinter zeigte sich beschaulich, sogar mit Seerosenflächen, und insgesamt nahm die – generell durchaus erträgliche – Motorbootdichte ab. Schrecksekunde allerdings, als der Hexen-Steuermann erst in letzter Sekunde bemerkte, dass vor ihm die Fango angehalten hatte, und die Mannschaft zu einem Notstopp veranlasste. Alles gut gegangen. Am Verein wurden die Boote in die Wiese gelegt und ohne Hänger ging es nach Klein Köris, Unterkunft beziehen.

Das Gelände des kleinen Vereins liegt idyllisch am Kleinen Köriser See, ein Gebäude bietet als „Wandererheim“ einen Dachboden mit Doppelstockbetten; in einer Reihe von kleinen Nurdachhüttchen gibt es außerdem je zwei Betten mit schmalem Gang dazwischen. Frühstück kann man sich selber machen, Küche und Grill sind da, hatten wir vorher von Raimo aus Klein Köris erfahren. Ein bisschen sollte die Fahrt zurückgehen zu den Wurzeln der Pfingst-Ruderwanderfahrt: Früher wurde gezeltet, statt im Hotel übernachtet!

Es wurde mehr Rückkehr als erwartet: die Küche zum Teil eine Sommerküche, offen nach außen (davor gut Platz, um in einer langen Reihe unseren Frühstückstisch im Freien aufzubauen); der Wasserhahn außen an der Seitenwand des Gebäudes, Abwasch in der Schüssel. Aber alles da: Herd mit Backofen, in einem Küchenraum reichlich Kühlschrankkapazität, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Toaster… Der weitere Rundgang über das Gelände zeigte einen separaten Toilettencontainer (alles blitzsauber und gepflegt) und eine eingehegte Badestelle am See mit Holzterrassenboden, Bank und einer Edelstahlleiter in den See. „Da hinten ist ein Waschbecken“, deutete eine unserer Klein-Köriser Gastgeberinnen in die Richtung hinter dem Haupthaus mit Clubraum und Tresen, vor dem ein Grüppchen aus Berlin angereister Vereinsmitglieder saß bei Bier und Bratwurst vom Grill. „Und die Duschen?“ Keine Duschen; die werden nächstes Jahr fertig. Oha – die Erstreaktion reichte von stillem Grinsen bis zum Bedürfnis nach sofortiger Heimfahrt. Aber niemand fuhr. Wir genossen eine traumhafte Idylle vereinfachten Lebens, Flair von früher, bei strahlendem, warmen Wetter mit Sonnenuntergang über dem See, langem, abendlichen Beisammensein in den sommerlichen Nächten, und morgens und nach dem Rudern einem erfrischenden Bad im See. Ein Ausflug am Samstagabend zur Open-Air-Disco nebenan war nur kurz – dann saß man wieder vorm Wandererheim, lange plaudernd bei diversen Getränken. Andie, als Hausmeister beständig vor Ort, leistete den Nachtschwärmern Gesellschaft und erklärte die Geschichte des Vereins. Das faszinierende Gästebuch reicht zurück bis in die Dreißigerjahre – vor allem die frühen Einträge zeigen gekonnte, sorgfältige Zeichnungen und Texte in Schönschrift.  Natürlich waren auch wir gefragt uns zu verewigen, was uns einschließlich einer Zeichnung gelingt.  Und die Ruderei? 

Am Freitag 24 km von Kö Wu über den Zeuthener See bis Schmöckwitz und über ein Stückchen Seddinsee und Oder-Spree-Kanal, Krossinsee und Großen Zug zurück mit zwei Booten. Am Samstag wurde auch die Moorvenus aufgeriggert. Inzwischen war außer Carola, Melanie, Thomas und Katja am Abend zuvor auch Jörn eingetroffen. Leider waren wir etwas spät dran - schon richtig Betrieb an der Schleuse „Neue Mühle“ in Sichtweite vom Ruderverein. Die kleine, alte Schleuse ist als Nadelöhr bekannt. Am Pfingstsamstag merkt man das besonders deutlich. Über eine Stunde stehen wir mit einer Horde Motorboote im Stau. Unruhe, weil die Vierer immer wieder aus dem Fahrwasser der ausfahrenden und in die Warteschleife einfahrenden Motorboote bewegt werden müssen und weil die Sorge besteht, dass sich jemand vordrängelt. Die steigert sich, als drei gerade angekommene Kanus einfahren dürfen. Es stellt sich aber zu unserem Besten heraus: Kanus neben Motorboote gedrängelt, drei WSV-Vierer Seite an Seite dahinter, und los geht die Schleuserei. Im Pack mit einem Boot in der Mitte zu liegen ist eine neue Erfahrung für viele in den WSV-Booten. 

 

Danach können wir ganz entspannt die Dahme hoch über Krüpelsee und Dolgensee zu „Kuddel“ fahren, das Kult- und Traditions-Ausflugslokal der Gegend. Dort sind wir angekündigt und bekommen Liegeplätze für die Boote und Sitzplätze für uns. Tschechisches Bier, Frucht-Lassi, Kartoffelpuffer mit Apfelmus, Suppe, Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl, Gulasch – für alle Geschmäcker ist etwas dabei. Weiter geht die Fahrt; bei Prieros biegen wir in die Teupitzer Gewässer ab; durch Schmöldesse und Hölzernen See  erreichen wir nach 26 km im Kleinen Köriser See unser Quartier. Eigentlich sah die Tagesplanung vor, die Boote hinter der Hermsdorfer Schleuse aus dem Wasser zu nehmen, irgendwie einen Transport zum Verein zu organisieren, am nächsten Tag zurückzuschleusen und mit einer Extra-Kurve nach Klein Köris zu fahren. Ein Glück, dass wir uns dieses komplizierte Manöver gespart haben. So konnten wir ohne Zeitdruck entspannt bei Kuddel sitzen, die Fahrt durch enge Passagen und über sich weitende Seen genießen und am Abend gemütlich grillen. 

Am Sonntag wurden die Gewässer in die andere Richtung erkundet, vom Kleinen Köriser See über Kleinen und Großen Moddersee, Schulzensee und Zemminsee zum Teupitzer See, an dessen Ende die befahrbaren Gewässer dann zu Ende sind. Auf hin und zurück 22 km standen einige enge kanalisierte Strecken zwischen den Seen und schmale, niedrige Brückendurchfahrten auf dem Programm. Die haben den erfreulichen Effekt, dass die meisten Motorboote nicht passieren können. Auch am Pfingstsonntag konnte man so mit wenig nervendem Verkehr rudern. Auf dem  Teupitzer See war dann aber umso mehr los. Keine Chance, beim Campingplatz am Ende des Sees anzulegen. Auf der Suche am Ufer entlang nach einer Anlegechance entdeckten wir mit Hilfe freundlicher landseitiger Ratgeber die lange Brücke des Schiffsanlegers Groß Köris  (auf dem See kurvt nämlich ein Ausflugsschiff rum). Zwei Ruderboote passen auf jede Seite; mit ein bisschen Klettern ist man auf der Brücke. Der Achter unserer Klein Köriser Gastgeber liegt schon da. Sie sitzen im Lokal bei deftigem Mittag; wir gehen ins Eiscafé – Schatten, leichtere Kost und schnelleres Wegkommen, denn in Klein-Köris will uns noch unsere ehemalige Ruder-Kilometer-Königin Frauke besuchen und Kuchen mitbringen. Nach dem Bad im See und Kaffee und Kuchen versuchte sich der eine oder die andere noch in Podsblitz auf dem Kleinen Köriser See, unter den Augen vieler Zuschauer, bevor wir mit Frauke und ihrem Mann Bodo nach Groß Köris zum Italiener zum Essen fuhren.

Am Montag ging es dann noch einmal 24 km zu „Kuddel“ und zurück. Thomas und Melanie meisterten dabei ihre Steuereinsätze auf unbekannten, ungewohnten Gewässern.  Nach Rückkehr wurden fix zwei Boote aufgeladen und dann hieß es für einige schon Abschied nehmen. Am Dienstag begleitete Jürgen im Podsblitz die Moorhexe mit Obfrau Regina am Steuer auf einer 17-km-Rundfahrt in den idyllischen Teupitzer Gewässern bis Schwerin – nein: nicht das in MeckPomm, sondern ein kleiner Ort am Schweriner See zwischen Zemminsee und Teupitzer See in Brandenburg.  

Dienstagabend waren alle heil zurück und die Boote abgeladen. Sehr gelungen, diese Pfingstwanderfahrt! Dank an alle, die dazu beigetragen haben! Mit dabei waren unter Jürgens Leitung: Carola, Dagmar, Daria, Erika, Gabi, Jörn, Katja, Klaudi, Matthias, Melanie, Nicole, Regina, Thomas, Ulrich.


Wesermarathon in der Frühlingspause…

Elf Mitglieder der Rudersparte des WSV Altwarmbüchen haben sich am Wochenende vor Ostern mit zwei Booten auf die Weser gewagt. Aufgrund schlechter Wetteraussichten und starker Strömung wurde der alljährliche (Weser)Marathon in diesem Jahr kurzfristig nicht in Bad Soden, sondern erst in Hann. Münden gestartet. So konnten wir ausschlafen und brachen erst am Freitagmittag auf in die südlichste Stadt Niedersachsens. Die Entscheidung für die Fahrtverkürzung erwies sich als gut, da die Umtragestelle unterhalb der alten Werrabrücke nicht hätte genutzt werden können. Somit hätte der erste Abschnitt bereits vorher enden müssen, und ein Transport der Boote per Hänger nach Münden wäre erforderlich gewesen. 

Aufgeriggert wurde – wie schon häufig – neben der Fuldaschleuse. Nach einem kurzen Ausflug in die Altstadt ging es zur ersten Übernachtung nach Lippoldshausen in das schon seit vielen Fahrten bekannte Hotel/Gasthaus Zur Brücke.

Am Samstagmorgen erwies sich der hohe Wasserstand ausnahmsweise mal als positiv, da das Einsetzen der Boote und der Einstieg der Ruderer wesentlich einfacher waren als im vergangenen Herbst bei Niedrigwasser. Auf der gut 50 km langen Ruderetappe war dann bei den Steuerleuten volle Konzentration gefragt: Bei starker Strömung schwammen im Fluss Äste und ganze Baumstämme, von denen mancher den Booten hätte gefährlich werden können. Strömungsbedingt wurden sensationelle Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 20 km/h erreicht. Und zur Freude aller lag der Steg am Ziel beim Campingplatz Beverungen auch tatsächlich im Wasser. Zum Dank für die Möglichkeit der kostenfreien Übernachtung der Boote genoss ein Großteil der Gruppe noch Pommes Frites oder Kuchen bei den holländischen Betreibern.

Von Hagelschauern und Wind durchgefroren, suchte nachmittags ein Teil der Gruppe die Saunaanlage der Kristalltherme in Bad Karlshafen zum Aufwärmen auf, während andere sich die Zeit mit Gesellschaftsspielen vertrieben. Abend versammelten sich wieder alle im portugiesischen Wesergarten zum Essen und Tagesausklang.

Am Sonntag starteten wir bei Sonnenschein mit dem Ziel Bodenwerder. Die Strömung war noch immer sehr stark, nutzbare Stege fanden sich unterwegs fast gar nicht.  Am Wechselpunkt in Holzminden teilte der  Landdienst zum Bedauern aller mit, dass der Steg am Zielort zwar ausgelegt, aber aufgrund des hohen Wasserstandes nicht nutzbar war. Aus diesem Grund entschied die Fahrtenleitung, die Tour an diesem Punkt nach etwas mehr als 80 Ruderkilometern vorzeitig zu beenden.

Sicher waren wohl alle frustriert über die nicht unerhebliche Verkürzung der Fahrt. Unter den gegebenen Voraussetzungen war die Verantwortung der Fahrtenleitung und Obleute jedoch enorm groß, so dass auch angesichts der Zusammensetzung der Gruppe der Fahrtabbruch sicher die richtige Entscheidung war. Es bleibt zu hoffen, dass diese unter einem weniger guten Stern stattgefundene Tour unseren Juniorfahrtenleiter Arne nicht davon abhält, weitere Ruderausflüge zu organisieren.

DK10.04.22

 


Winter- und Frühlingsrudern ... nicht mein Wetter?

ACHTUNG WERBUNG - WSV Altwarmbüchen

In der Zeit zwischen Oktober und März hört man ja immer wieder Stimmen wie: "...ist nicht mein Wetter...", "... ich warte bis es wärmer ist ...", "...ich kann mich nicht aufraffen...", "... im Winter ist mein innerer Schweinehund zu groß..." oder ähnliches. 

Das ist grundsätzlich erst einmal nachvollziehbar, jedoch möchte ich hiermit eine andere Perspektive auf unseren See vermitteln. 

Ein leerer, glatter See in der Abend- oder Morgensonne ist wie eine Energie und gute Laune Druckbetankung. 

Keine Schwimmer, keine Bojen, keine Segler und eine unfaßbare schöne Natur läßt einen wunderbar durch "die dunkle Jahreszeit" kommen. 

 

Also rafft euch auf, nehmt Kontakt auf, verabredet euch, kommt zB Sonntags um 10:30 ans Bootshaus und es geht los ... die aktuellen Trainingszeiten findet ihr -> hier

... es gibt fast keine bessere Zeit im Jahr um zu rudern. Und habt bitte die Sicherheitshinweise aus der Ruderordnung im Hinterkopf ... 

Viel Spaß und ich hoffe wir sehen uns am See.

fs 10.03.22


„Rudern Pur“ – Regatta in Hannover am 05.03.2022

Veranstalter: Hannoverscher Regattaverband HRV e.V. 
Ausrichter: DRC von 1884 e.V. 

 

Der WSV Altwarmbüchen e.V. freut sich, in diesem Frühjahr schon weit vor der Saisoneröffnung „auf Regatta“ unterwegs zu sein. Der HRV rief zur Rudern Pur Regatta und der WSV antwortete mit gleich vier Booten. 
Im GIG 4er meldeten um Steuerfrau Dagmar Thürmann die Ruderer Klaus Gratz, Thorsten Herbst, Michael Franke und Arne Bade.
Im zweiten reinen WSV-Boot gingen unsere SportlerInnen Daria Krupka, Carola Kayser, Melanie Brinkschulte und Jürgen Podhajecky um Steuermann Jörn Homann an den Start. 
Ein weiteres Boot mit WSV-Beteiligung kam als Renngemeinschaft mit dem Hannoverschen Ruderclub zustande. Gemeinsam im Maschseewolf saßen die WSV-Mitglieder Frank Siebert und Walter Ost zusammen mit unseren HRC-FreundInnen Elke Grüne und Johannes Tieck mit Steuerfrau Julia Ost. 
Der WSV-Achter komplettierte die WSV-Flotte in Hannover. Nach zwei kurzfristigen Ausfällen (Corona ist eben leider doch nicht vorbei) retteten Benedikt Roberg (HRC) und Klaus Gratz den Start des „Moorexpress“. Unsere Ruderer Torsten Drangmeister, Dirk Agena, Ersatzmann Benedikt Roberg (HRC), Rene Beele, Kai-M. Lambrecht, Tobias Grüßing, Hanno Homann und Michael Bonnecke wurden von Klaus Gratz über die schnelle Ihme gesteuert. 

 

Diese Ihme sorgte in den Tagen vor der Regatta für reichlich Unruhe, ob denn überhaupt gestartet werden könne. Das Hochwasser, die Auswirkungen der Baustelle an der „Leinewelle“ und die vollen Vorgewässer von Leine und Ihme (Polder Salzderhelden und Harzer Stauseen) bereiteten dem Ausrichter und dem Veranstalter Sorgen. Am Donnerstagabend vor dem Rennen kam die Info: Die Regatta wird gerudert!

Bei sehr guten Wetterverhältnissen bot sich eine super Regattastimmung. Unsere WSV-Boote wasserten beim RV Linden in Höhe des Westschnellweges und mussten somit vor dem eigentlichen Rennen schon einmal gegen die starke Strömung bis an den fast 4 km entfernten Ausgangspunkt für den fliegenden Start fahren. Unsere Renngemeinschaft WSVA & HRC setzte bei Angaria ein und hatte somit einen kürzeren Weg hin zum Start. Ab der Stadionbrücke zählte die Zeit. Die Ihme trug das Wasser mit gut 5 km/h Richtung Herrenhausen. So hatten wir eine schnelle Regatta und anspruchsvolle Situationen für die Steuerleute zu erwarten. 

Hier die Ergebnisse für den WSV:
8+        „ST Klaus“                   11:01 min
4GIG    „ST Julia“                    12:40 min
4GIG    „ST Dagmar“               12:49 min 
4GIG    „ST Jörn“                     13:37 min

Wir bedanken uns ganz herzlich beim HRV und DRC für die Einladung und die Möglichkeit, gleich im Frühjahr eine Regatta mitfahren zu können. Ebenfalls einen riesigen Dank an unsere Freunde von RV Linden für die Gastfreundschaft und die umfassende Bereitstellung der Ressourcen ihres Vereinsheims. Wir freuen uns schon sehr auf den HEAD 25 in diesem Jahr. Hoffen wir, dass die Jubiläumsregatta im September starten kann. 

kml 05.03.22


Neujahrssiebener – 9. Januar 2022

Flexibilität, Wetterfestigkeit und Spaß statt des traditionellen Neujahrsachter-Ruderns mit anschließendem Sektempfang, so lief das im Jahr zweieinhalb der Pandemie. Höchstens 10 Leute durften sich treffen, also war eine Alternativveranstaltung mit Getränk enund Häppchen im Boot (und notfalls einem letztes Glas im Steh’n vor oder in der Bootshalle) angedacht. Das lockte aber kaum jemanden hinter dem Ofen hervor bzw. in den angekündigten Regen hinaus, bis Arne rundappte, dass um 10.30 Uhr der Regen aufhört. Das stimmte leider nur unter der Terrasse vor’m Vereinshaus, drumherum regnete es Strippen. Neun Ruderwillige beschlossen: wir machen’s halt andersherum. Erst wurde Kaffee gekocht und der vom Treffen der Vereine übrig gebliebene Sekt zusammen mit dem vorsichtshalber mitgebrachten Proviant (Kuchen und herzhafte Häppchen) in heiterer Runde konsumiert. Dann kam Doro mit einem Topf Sauerkrautsuppe. Vor der Suppe musste was getan werden! Und der Regen ließ nach! Also: drei Spaziergängerinnen eine Runde um den See, sieben Rudernde in Moorwalzer und Beluga zwei Runden über den See, dann kam die heiße Suppe gerade recht, um dem wieder stärker einsetzenden Regen von drinnen zuzuschauen. Ein richtiges Neujahrsrudern – das Wetter hat ja Anfang Januar meistens eine Überraschung bereit. Alle, die dabei waren, hatten ihren Spaß.


Unser Weihnachtsgeschenk – der neue Rennzweier ist da!

Pünktlich vor Weihnachten war es soweit: am 20. Dezember wurde der neue leichte Rennzweier angeliefert. Es wurde dann doch Nachmittag, bis der Bootshänger der „ruderwerkstatt“ eintraf und sich eine erwartungsvolle kleine Rudergemeinde ans Auspacken machen konnte. Den ersten Schnitt in die Verpackung durfte die Ruderwartin machen. Danach waren die Fachleute an der Reihe, die Ausleger zu montieren und unter Odos Leitung die Dollen einzumessen. Die Finger wurden ordentlich steif dabei – es war bitterkalt. Das hinderte aber nicht daran, ab und zu verträumt und begeistert über das nagelneue, schnittige Boot zu streicheln. Leider war es dunkel geworden, bis alles soweit fertig war, dass man hätte rudern können. So wurde das noch namenlose Boot jungfräulich auf seinen Platz in der Bootshalle gelegt und die Neuerwerbung beim Anstoßen mit heißem Apfelpunsch gewürdigt.

Weihnachten und die Witterung (Eis auf dem See) verhinderten dann beinahe, dass das neue Schmuckstück noch im Jahr 2021 aufs Wasser kam. Nur beinahe! Sylvester weihten die Jugendtrainerinnen Michaela und Teresa den Zweier für „relative Leichtgewichte“  ein. 

Eine ganze Reihe Jugendliche und Erwachsene freuen sich darauf, dass es dann endlich mit regelmäßigem Rennzweier-Training losgehen kann, ohne Beeinträchtigung durch Wind, Wellen, Eis und Kälte. Und sie haben auch etwas dafür getan: die Spenden von Eltern und Aktiven aus dem Jugend- und Erwachsenenbereich, zusammen mit der Förderung durch die Sparkassen-Sportsfonds Hannover, haben es möglich gemacht, das neue Boot zu beschaffen. Allen Spenderinnen, Spendern und Fördernden noch einmal herzlichen Dank!

Nun muss noch ein Name gefunden werden. Aber das wird bis zur feierlichen Taufe, die für die Saisoneröffnung am 23. April angesetzt ist und hoffentlich wie geplant stattfinden kann, sicher gelingen.

DT 08.01.22