Aktuelles aus der Rudersparte - Berichte und Presseartikel:

Inhalt:

- Strohauser Plate

- Weser Marathon

- Bootstaufe

- London - HORR

- DRC Indoor Rowing Cup

- HAZ, Neujahrsempfang


Derby „Rund um die Strohauser Plate“ 2019

 

Der Begriff Derby (häufig auch Lokalderby) bezeichnet eine Austragung im Mannschaftssport, bei der zwei meist rivalisierende Sportvereine einer Region aufeinandertreffen. Ein solches fand am Samstag, den 15. Juni 2019 auf der Weser bei Nordenham beim Rennen „Rund um die Strohauser Plate“ im Rudern statt zwischen dem Hildesheimer Ruderverein und dem WSV Altwarmbüchen.

 

Die Strohauser Plate ist eine Insel südlich, also stromaufwärts von Nordenham schon in der breiten Wesermündung. Es herrschen maritime Verhältnisse. Frachtschiffe, Ozeandampfer, Tanker schmeißen Wellenberge. Baken, Tonnen für den Schifffahrtskurs sind im Wege. Tiede, Wind und Wellen sind zu bewältigen. Über 26 km geht das Rennen. 10 Mannschaften stellten sich dieser Herausforderung. Gestartet wird in Vierern mit einem Schuss, den der Vereinsvorsitzende des Nordenhamer Rudervereins NRC (Niemand rudert cooler) abgibt.

 

Bei den Verhältnissen auf der Weser sind die 10 Boote nicht in eine Reihe zu bringen. Kenner halten sich deswegen weit mitten in der Weser in der Strömung immer startbereit. Das hat den Nachteil, dass es dann schon einmal den Befehl gibt, rückwärts zu rudern. Die Hildesheimer kannten sich aus. Sie waren schon beim Einsetzen an den Altwarmbüchenern vorbei vor diesen auf dem Wasser und nunmehr im Rückwärtsgang auch schneller. Ein Gewusel von mehreren Booten zur besten Startposition wurde von den Altwarmbüchener cool ignoriert. Der Vereinsvorsitzende des NRC hatte nur einen Schuss und der erfolgte, als er die Pistole in die Hand nahm. Es ging los und die langsamen Altwarmbüchener lagen 40 m vorne.

 

Das lassen sich Hildesheimer Ruderer nicht bieten. Eine Aufholjagd ging los. Obwohl im Altwarmbüchener Ruderboot kräftig und fehlerfrei auf optimalen Kurs gerudert wurde, näherte sich unaufhaltsam das Hildesheimer Boot. Nach etwa 3 km waren die Altwarmbüchener eingeholt. Seite an Seite wurde verbissen gekämpft. Die Skulls, Hackebeile genannt, schlugen in der welligen Weser aneinander. Die Hildesheimer Steuerfrau war rennerfahren, schenkt dem Gegner nichts, hatte alle Tricks drauf. Als die Küstenwache vorbeifuhr und dicke Wellenberge machte, lenkte sie ihr Boot genau in den Wellenschatten, eine Meisterleistung. Das brachte weitere 50 m ein, die die Hildesheimer siegesbewusst erruderten, um so mit Vorteil in die Enge bei Km 7 zwischen dem Weserufer und der Strohauser Plate einzufahren. Da war bis zur Wende an der Inselspitze bei Km 14 nichts mehr zu machen, zumal die Altwarmbüchener dort auch noch den Steuermann gegen den Schlagmann auswechselten. Der Vorsprung der Hildesheimer war danach über 100 m.

 

Aber mit frischem Schlagmann und gewieften neuen Steuermann kam Druck auf im Altwarmbüchener Boot. Und Erfolg beseelt, ungeahnte Kräfte werden mobilisiert. Im anderen Boot sieht man, das der Abstand kleiner wird, Zweifel kommen auf. Hält das 12 km? Die rennerfahrene Steuerfrau hielt sich in die Strommitte. Nur, die Tide war noch nicht richtig umgeschlagen. Diese beiden Spitzenboote waren schneller als erwartet. Und nach etwa 2 km Aufholjagd lagen die beiden Boote wieder nebeneinander. Seite an Seite wurde erneut verbissen gekämpft, obwohl alles wehtat. Das Wasser war inzwischen sehr unruhig, die Sicht eingeschränkt, das Wetter war umgeschlagen. Im Altwarmbüchener Boot herrschte Fröhlichkeit, man hatte Schwung, ließ das Boot gleiten, ruderte nachhaltig. Auf der anderen Seite erfolgten immer wieder Druckspurts – vergeblich. Das Altwarmbüchener Boot passierte. Der mentale Einbruch bei den Hildesheimern war erschreckend. Am Ende hatten sie 6 Minuten verloren auf dem Rest der Strecke, etwa 6 km. Altwarmbüchen brauchte 1 Stunde 56 Minuten, Hildesheim über 2 Stunden.

 

Die Altwarmbüchener Damenmannschaft bekam auch einen Pokal, weil sie die beste Frauenmannschaft war. Stolz waren wir Ruderer auf diese Truppe, weil sie mit 2 Stunden 11 Minuten sogar schneller waren als manche Herrenmannschaft. Der Ruf der Altwarmbüchener Ruderei in Nordenham ist nunmehr legendär! Und auch in Hildesheim hat man Respekt vorm Altwarmbüchener See, der ja lächerlich kurz zu rudern ist, 1,25 km.

 

Dabei waren Stf. Gabi Bonnecke, Regina Podhajecky, Daria Krupka, Inka Hitzwebel, Nicole Kuhlmann und Stm./Schlagmann Claas Ulrich/Jürgen Podhajecky, Kai-Martin Lambrecht, Tobias Grüßing, Klaus F. Gratz.

 

Es grüßt der Wanderruderwart

Klaus

 


Weser Marathon 2019 - Von Bad Sooden-Allendorf nach Hameln...

Und hier der Bericht einer "Mittäterin"...:

 

Eine Woche sonnige warme Frühlingstage, noch eine Woche sonnige warme Frühlingstage, dazwischen übers Wochenende drei Tage Wintereinbruch – prima, sagte sich Alois, und fand 20 Mitstreiter für www.survivaltraining/WerraWeserWellness/April2019. Während der Anfahrt Freitagmorgen durch das nordhessische Bergland ließen die Schneeschauer draußen im geheizten Auto ein paar Zweifel aufkommen, ob man das alles wirklich wollen würde, aber dann stand man schon vor der wie immer geschlossenen WC-Anlage an der Schleuse in Bad Sooden-Allendorf, Klaus fuhr den Blauen Bus mit drei Vierern und dem Moorwalzer drauf vor und drängte auf zügiges Abladen  - der Hänger musste noch ans Tagesziel Hann.Münden, bevor es losging.

 

Soo schlimm war es dann am ersten Tag bei den 41 Werra-Kilometern gar nicht – nur vereinzelte Schneeflocken, während die Boote die gelegentlichen kleinen Stromschnellen der Werra passierten; durch den gut gefüllten Flutgraben schossen alle vier Boote ohne Probleme, es musste auch nicht wie im Vorjahr an der seit Jahren stillgelegten Schleuse am „Letzten Heller“ aufgeladen werden, denn die Anlandestelle neben der Turbine am Wehr in Hann.Münden hatte bei der morgendlichen Inspektion benutzbar ausgesehen. Es war eben nur kalt, sehr kalt, was besonders die Steuerleute zu spüren bekamen. Da halfen irgendwann auch die zahlreichen Bekleidungsschichten nicht mehr. Merkposten: beim nächsten Mal kommen Wollschals auf die Packliste.

 

Im traditionellen Übernachtungsquartier „Zur Brücke“ in Lippoldshausen zeigten sich die ersten Auswirkungen des Spezialcharakters der diesjährigen Wesertour: neben dem schon lange beliebten alkoholfreien Weißbier machte ein neues Getränk dem abendlichen Bier und dem morgendlichen Kaffee Konkurrenz: Pfefferminztee.

 

Am Samstagmorgen bot der Blick aus dem Fenster den Anblick verschneiter Dächer. Graue Wolken hingen über der Weser, als 21 vermummte und schwer bepackte Rudergestalten über das Gitter am Turbinengelände kletterten (erfreulicherweise fand sich auf dem Areal eine Leiter, so dass nur die ersten das Eisengeländer ganz aus eigener Kraft überwinden mussten – das Durchschnittsalter dieser Abenteuerrudertruppe dürfte deutlich über 60 gelegen haben) und sich daran machten, die im feuchten Gras lagernden, vom nächtlichen Schnee pitschnassen Boote startklar zu machen. Zu einem Survivaltraining gehört auch Tierwelt: misstrauisch und wachsam beobachtete ein Schwan das Treiben, das sich da in nächster Nähe seines normalerweise wohl beschaulich und ungestört liegenden Nestes abspielte, während seine Lebensgefährtin neben ihm ruhte. Jedenfalls gehen wir, gelenkt von traditionellen Rollenbildern im Kopf, davon aus, dass da Vater Schwan Mutter Schwan bewachte.

 

Dann blies der Wind den Steuerleuten den Schnee waagerecht in Gesicht. Sie bekamen alle eine gleichmäßig rote Gesichtsfarbe – sofern man vom Gesicht zwischen Kapuzen, Mützen und hochgezogenen Kragen überhaupt noch etwas erkennen konnte. Die Wettervorhersage hatte von Schauern gesprochen, aber die Realität war doch eher eine ganze Weile Dauerschneefall. Anschließend auch mal ein bisschen Hagel dabei. In Oberweser-Oedelsheim, ein paar Kilometer vor der eigentlich geplanten ersten Anlege- und Wechselstelle (Ablösung zwischen Ruderern und Steuerern und Ruderern und Autofahrern) stand der Landdienst:  kein Steg in Gieselwerder; hier Anlegen an der Uferbefestigung neben der Fähre. Auf dem glitschigen Ufer gab es dann wieder die eine oder andere kleine Rutschpartie. Kannten wir schon vom Vortag am Letzten Heller beim Wiedereinsetzen der Boote. Ruderbekleidung nach so einem Survival-Wochenende zeigt Erdspuren.

 

 

Morgendliche Aktivität auf dem Wasser bei kalter, feuchter Witterung lässt WC-Anlagen  zu besonders beliebten Ressourcen, ja manchmal zu geradezu ersehnten Orten werden. (Das kann selbst für einsam in der Gegend liegende Stege kurz vor dem Etappenziel gelten, wenn man den Fehler gemacht hat, Wasser im Sturztrunk in sich hineinzukippen.) Oedelsheim hat eine freundliche Gastwirtschaft, gut geheizt, und die dort versammelte Gesellschaft einer Familienfeier fragte sich (und uns), in welcher Verfassung man sein müsse, um bei solchem Wetter an einem Samstagmorgen zu sagen: au ja, jetzt bleibe ich nicht gemütlich im Warmen, sondern gehe in einem Ruderboot aufs Wasser. Die Antwort ist: man muss zwanzig andere Verrückte um sich haben, die das genauso machen.

 

Bei der Durchfahrt durch Karlshafen riefen wir den Leuten auf der Schiffssauna zu, dass wir auch bald kommen, nahmen zur Kenntnis, dass mit einer gewaltigen Baustelle im Fluss die Brücke über die Weser erneuert wird und warfen einen Blick auf die Schleuse, durch die Sportboote ab Mai in das reaktivierte Hafenbecken der Stadt fahren sollen. (Die Stege im Becken sehen allerdings ruderboot-ungeeignet aus, auch wenn man Vierer wohl durch die Schleuse bekäme.) Dann kam uns doch glatt ein Motorboot entgegen (und machte so eine Welle, dass ein Boot sogar Wasser übernahm) – wir hatten gedacht, jedenfalls vor denen angesichts der Witterung sicher zu sein. Abgesehen von einem Begleitboot für das Rudertraining zweier Holzmindener Vierer am nächsten Tag blieb das aber auch das einzige Motorboot.

 

Der Steg des Kanuclubs in Beverungen bot Gelegenheit, das Anlegen im Neerstrom in Theorie und Praxis durchzunehmen (Klaus erläuterte und Jürgen zeigte ein Sahnestückchen von Anlegemanöver); die Pension Fuhrhop in Bad Karlshafen nahm das ganze nasse, verfrorene Rudertrüppchen freundlich auf, und dann gab es je nach Geschmack Erholung und Erwärmung in Solebad und Sauna der Therme (Dopingmittel: Zitronenaufguss mit Biss in ein Zitronenstück oder Apfel-Rahm-Kuchen) oder beim Kartenspielen im Salon der Pension (Dopingmittel: Alkohol in Flaschen und in Schokolade).  Ein kurzer Spaziergang durch leichten Nieselregen führte schließlich zum Abendessen in den Hessischen Hof.

 

Das Frühstücksbüffet am nächsten Morgen war noch einmal ein lukullischer Höhepunkt (vom Apfelgelee hatte Klaus schon im letzten Jahr geschwärmt, diesmal gab’s außerdem Apfel-Aprikose), bevor es auf die harte Sonntagsetappe ging – 82 Kilometer bis zum Ziel in Hameln. Die Sonne strahlte durch die Kälte, während wir das Wasser in Form von Eiszapfen aus den im triefendnassen Gras liegenden Booten brachen; mit Sonne ging es auf’s Wasser, aber dann kamen Wolken auf, der Wind legte zu, blies stetig aus der falschen Richtung und fegte in Böen in die Rücken der Ruderer und den Steuerleuten ins Gesicht. Dauertests ergaben, dass am Steuer zwar bei Kälte und Regen nach spätestens 15 km gefroren wird, aber auch nach über 20 km die vermummten Wesen im Heck noch nicht so festgefroren sind, dass man sie mit dem Meißel aus dem Boot stemmen muss; es reichen die praktischen Bänder an den Rettungswesten der Segler, die, über sämtliche anderen Klamotten gezogen, den Menschen am Steuer bis auf ziehende Armbewegungen restlos unbeweglich machen, aber im Falle des Rauskippens aus dem Boot wenigstens den Hauch einer Hoffnung geben, nicht sofort wie ein Stein unterzugehen – an diesen Bändern kann man seinen Steuermann oder seine Steuerfrau nach 22 km noch aus dem Boot ziehen. Bei der Ankunft in Hameln wurde es bewiesen. Da hatten die Bootsbesatzungen seit Bodenwerder sanften Dauerregen hinter sich und waren geradezu dankbar dafür im Vergleich zum konstanten Gegenwind auf langen, geraden Kilometern zuvor.

 

Der Moorwalzer, auf seiner Weser-Erstlingstour, wurde mit besonderer Vorsicht an Herbert, dem Ponton in Emmertal-Kirchohsen, vorbeigefahren – wir wissen ja, dass Herbert jungfräuliche WSV-Ruderboote anlockt und verschlingen will. Als wir vorbei waren, haben wir ihm die Zunge rausgestreckt und ihn von Beluga gegrüßt. Moorwalzer hat sich übrigens gut bewährt – angenehm zu fahren auf einer Langstreckenfahrt und viel Stauraum für Wanderfahrtgepäck oder Survivalausrüstung.

 

In Hameln wurden die Boote dann sogar noch mit dem Schlauch innen und außen abgespritzt (was angesichts der allgegenwärtigen Feuchtigkeit geradezu überobligatorisch war) und geputzt; trocknen war allerdings unmöglich. Alle waren glücklich, als auch das letzte Boot angelandet war – es hatte einen besonderen Härtetest hinter sich, weil der vierte Ruderer, der eigentlich ab Bodenwerder die Mannschaft verstärken sollte, vorwitzig schon in den zuvor vorbeikommenden Vierer eingestiegen war. Und alle waren in einer Verfassung, dass nur noch an warme, trockene Sachen und eine geheizte Stube gedacht wurde und nicht an ein Gruppenfoto.

 

 

 

Zum Abschluss wurde wie immer in der Tünderschen Warte gegessen; mehrere „Tündern Spezial“ fanden ihre Abnehmer. Angestoßen wurde nicht nur auf eine gelungene Langstreckenfahrt, sondern vor allem auf Hanna – Jörn war den ganzen Tag lang nicht erreichbar gewesen und erfuhr so erst jetzt von der Geburt seines sechsten Enkelkinds.

 


 

Bootstaufe zur Saisoneröffnung 2019. Ein neues Boot für die WSV Ruderbootsflotte:

 

AWB 06.04.2019. DEr WSV Altwarmbüchen darf ein weiteres Boot sein Eigen nennen. Die Ruderer begrüßten im Rahmen der Saisoneröffnung Ihr neues Boot der Firma Baumgarten am Revier Altwarmbüchener See. Erika Peker hatte die Ehre und taufte das Boot auf den Namen "Moorwalzer" (im 3/4 Takt...). Bei dem Boot handelt es sich um einen gesteuerten 3er / ungesteuerten 4er. Es wird den Bootspark gerade im Breitensport sinnhaft vervollständigen. Neben den 4ern und 3ern schließt dieses Boot eine Lücke "zwischen den Größen". So haben wir mehr Flexibilität bei der Besetzung von Wanderfahrten.

 

Lieber Moorwalzer!

Wir wünschen Dir immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!.

KML

 

 


Der Altwarmbüchener "Moorhammer" in London - guter Auftritt beim traditionellen Achterrennen "Head of the River"

 

London 30.03.2019. Strahlender Sonnenschein für den "HORR" - Head of the River Thames, das traditionelle Achterrennen auf dem Themse-Abschnitt, auf dem auch Oxford und Cambridge gegeneinander antreten. Der WSV war nach 19 Jahren wieder dabei am "Boats Race" Wochenende und „better than ever“: Platz 213 von 301 Teilnehmern insgesamt, Platz 18 von 21 Mannschaften aus „Overseas“, also von jenseits des Ärmelkanals, 6,8 km (4 miles 374 yards) in 20:48:2 Minuten, und der Kommentator auf der Terrasse vom ausrichtenden Ruderclub mit den Worten „Number 243. This is the boat from Altwarmbuken. They are from Hannover. They had a very nice trip down.“  

Oh ja! Die acht Ruderer waren an ihr Limit gegangen und sehr zufrieden mit ihrem Rennen und dem Ergebnis in einem hochkarätigem Umfeld. Dass von den Overseas-Booten das chinesische Nationalteam gewonnen hatte, konnte niemanden im „Moorhammer“ anfechten. Cox Teresa am Steuer traf souverän die Strömung und kämpfte den Weg frei für ihr Boot beim Überholen. Alle technischen Probleme waren am Abend vorher gelöst worden - Mindener Ruderkameraden liehen ihren Ersatzakku aus, so dass die Sprechanlage funktionierte und die Steuerfrau zu hören war. Der morgendliche Alptraum - der achte Ruderer, der am Vorabend spät anreisen sollte, war nicht da - löste sich in Erleichterung auf: er hatte im Eurostar festgesteckt, der wegen eines auf den Schienen rumturnenden Mannes gestoppt werden musste, und als er gegen zwei Uhr nachts vor der Unterkunft stand, hörte ihn niemand klingeln. Nach drei Stunden Schlaf in einem Hotel ins Boot - das gab das Extra-Adrenalin für ein großes Rennen. Ohnehin: die Aufregung gehört dazu. Das Gewusel beim gleichzeitigen Zu-Wasser-Bringen von hunderten von Booten, schon unter dem Jubel zahlreicher Zuschauer, das lange Warten vor dem Start in Gruppen von je 50 hintereinander aufgereihten Achtern, die Position gegen den Strom haltend, während die Sonne einen ausdörrt; dann endlich 50 Boote, die auf ein Kommando wenden und eins nach dem andern in 10 Sekunden Abständen starten - die riesige Aufregung, die sich seit dem Abladen des Bootes am Nachmittag zuvor bis zum Mittag des 29. März gesteigert hatte, kann sich endlich in Ruderschlägen entladen. Chiswick Bridge im Rücken, unter Barnes Bridge und Hammersmith Bridge hindurch, und kurz vor Putney Bridge (gerudert wird im Gezeitengewässer stromab mit der Ebbe) ist es unter dem Applaus von zahlreichen Zuschauern geschafft. Müdigkeit, Durst und Hunger sind da und zugleich nicht spürbar. Der Sonnenbrand im Gesicht dafür umso mehr. Die abendlichen Fish and Chips (und die Pints) sind wohlverdient, am nächsten Tag gibt es noch ein bisschen Sightseeing in London - es wird noch einige Zeit dauern, bis all die aufregenden Eindrücke verarbeitet sind. Einmal im Leben - mindestens - wünscht man jedem Ruderer die besondere Erfahrung dieses Rennens.  DT

DRC ERGOCUP HANNOVER 2019:

 

Auch in diesem Jahr ist unsere Jugendabteilung beim DRC ERGOCUP HANNOVER wieder mit dabei gewesen. Gleich drei Platzierungen hatten unsere Schützlinge im Gepäck. 

 

Leander Winkler konnte sich mit einer Zeit von 4:11,7 im Rennen 8 (Jungen 13 Lgw.) behaupten und den ersten Platz belegen. Pius Pfeil belegte in einer Zeit von 3:59,5 den zweiten Platz bei den "Jungen 13". Und Hans-Peter Trojek, der als einziger Mastersruderer an den Start ging, belegte den 3 Platz im Rennen 30 (Master Männer C/D) mit einer Zeit von 03:22,0!

 

Herzlichen Glückwunsch an alle Sieger und viel Erfolg für die neue Saison!


Eislage in Altwarmbüchen!

 

Seit einigen Tagen blicken wir wieder auf eine Eislandschaft. Es ist wieder Ergo Zeit und so schuften wir im Kraftraum, damit wir fit bleiben, bis das Eis endlich weg ist... 26.01.2019


HAZ, 24.01.2019