WSV-Dreisparten-Sommerlager in Mardorf

Jürgen hatte wieder eingeladen ans Steinhuder Meer. Auf dem Gelände des Landes-Kanu-Verbands in Mardorf waren Zimmer reserviert, Hängertransporte für Laser, Ruder-Einer und SUP-Boards waren organisiert, das Interesse von genügend WSVlern war geweckt.

 

Von Samstag bis Sonntag, vom 30. Mai bis 7. Juni, traf man sich in wechselnder Besetzung zu Sport und Geselligkeit, auf dem Wasser, am Steg, an den Tischen vor dem Haupthaus mit den Zimmern und der Küche, am Fischbrötchen-Kiosk vor dem Gelände oder auch mal vor’m Zelt des dort mit seinen Boards dauercampenden Marco.

 

Die Frühstücke fanden eher spät statt. Frühaufsteher können ja vorher ins Dorf gehen oder radeln und schon mal Brötchen holen.

 

Erfahrene Segler nutzten windigeTage für Spaß mit den drei Lasern.

 

Für die nicht so Erfahrenen oder Laser-Neulinge gab es am zweiten Samstag eine Einführung. Die Theorie musste dabei gedehnt werden, bis etwas Wind aufkam, um dann auch zu segeln.

Geert und Astrid hatten die frisch reparierte „Mücke“ mitgebracht. Die Fahrt vom Kran zum Liegeplatz wurde schon an der Spitze des LKV-Segelstegs abgebrochen. Die Rollfock wollte nicht, ihre Aufhängung musste gründlich verändert werden. Um das Boot dafür sicher in die zugewiesene Gästebucht zu bringen, griff Jürgen zu einer besonderen Maßnahme – ein Ruder-Skull heuerte auf einem Segelboot an. Immerhin erlaubte das Wetter in diesem Jahr, Skulls auch für das Einer-Rudern zum Einsatz zu bringen. Unglückliches Einzelschicksal, wenn die Wetter-App die rudergeeignete Flaute falsch vorhergesagt hatte und man die „Mücke“ Richtung Steg paddelte, statt im Einer zu sitzen.

 

Segeln bei mehr oder weniger Wind, Mitsegeln mit erfahrenen Skippern auf der„Mücke“ für Ruderinnen und Ruderer, Ruder-Einer-Ausflüge, Kaffeetrinken mit WSV-Radelpaaren, die auf ihrer Runde um das Meer einen Zwischenstopp machten, Abendspaziergänge zum Restaurant San Stefan im Segelclub Mardorf, gemeinsame Würfelspiele aus Jürgens Fundus – wer für einen oder mehrere Tage kam, konnte relaxt und sportlich Sommerflair fühlen. Noch ein Bier auf den Bänken an der Spitze des Segelstegs, wenn die Dämmerung in die Nacht übergeht, in der Ferne die Lichter der in Langenhagen startenden und landenden Flugzeuge und die roten Signallichter der Windräder jenseits von Steinhude – so kann ein perfekter Tag am Wasser enden.

 

Hoffentlich macht sich Jürgen auch nächstes Jahr die Mühe. Und hoffentlich findet er viele Helfer zum Be- und Entladen, Hänger-Ziehen und für sonstige Hilfe.