Inhalt:

  • 23. & 24. Mai Otterndorf Regatta
  • 09. & 10. Mai Bericht Bremen Regatta 
  • 17.04.2026 Weser&Wellness diesmal etwas anders
  • 20.03.2026 Jugend-Trainingslager Wilhelmshaven 20.-25.03.2026
  • 13.03.2026 Ehrung für WSV-Ruderinnen
  • 13.03.2026 Letztes Jugend-Wintertraining der Saison 25/26
  • 22.02.2026 Ergo-Saison 2025/2026 Rückblick
  • 24.01.2026 DRC Ergo Cup - kleine WSV-Delegation schlägt sich wacker
  • 01.01.2026 Spezieller Blick zurück - rückwärts ins Glück
  • 11.01.2026 Neujahrsrudern ohne Boote

Otterndorf Regatta - 23. & 24. Mai

Am Freitag ging es für uns nach Otterndorf, wo wir mit schönstem Wetter begrüßt wurden und

unser Abendliches Picknick vor der Grundschule, in der wir übernachtet haben, in vollen Zügen

draußen genießen konnten.

Am nächsten Morgen ging es bereits sehr früh zur Regattastrecke. Den ersten Start hatte Tristan

mit seinem Einerrennen, welches er gewann und damit den perfekten Tagesstart hinlegte.

Anschließend fuhren Carolin und Frederike, in ihren Einern, ebenfalls zwei starke Rennen. Anouk

nahm erfolgreich am Slalom teil und Josi und Hannah belegten in ihrem vorher nicht trainierten

Rennen im Doppelzweier den ersten Platz.

Es folgten Moritz und Laura mit einem stark erkämpften zweiten Platz im Mixed-Rennen und auch

die Rennen von Jakob und Anouk im Einer liefen gut.

Kurz vor dem Vierer-Rennen entschied sich Teresa dazu, ihre Position wegen starker und

schlimmer werdender Schulterschmerzen doch noch an Michaela abzutreten. Unter dem Motto

von Josi „500m Sprint, 500m Endspurt“ ging es also in Bernhard Brand an den Start. Besetzung

von Laura auf Eins, Michaela auf Zwei, Hannah auf Drei und Josi auf Schlag. - Nein, diese

Konstellation saß vorher noch nie zusammen im Boot. Vorher noch kurz Michaelas besorgte

Festlegung eines Code-Wortes, falls die Frequenz abgebrochen und runtergeschraubt werden

müsse, und dann startete der Vierer auch schon. Es war ein sehr spannendes Rennen und es

wurde ohne Einsatz des Codewortes „runter!“ ein sehr schnelles und hochfrequentes Rennen

gefahren, bei dem sich unser Boot den Zweiten Platz erkämpfte mit nur halber Bootslänge zum

Ersten Platz. Wie Michaela später in ihrem WhatsApp-Status auf den Punkt brachte: „Die Rennen

aus kalter Hose sind die besten Rennen…“.

Auch am nächsten Tag ging es erfolgreich weiter. Schon um 08:00 startete das Einer-Rennen von

Frederike und Carolin, kurz darauf das von Moritz und die Doppelzweier-Rennen von Josi und

Laura sowie Tristan und Jakob. Alle Rennen wurden trotz der frühen Stunde stark durchgezogen

und viele Zweite Plätze wurden erobert. Nach einer langen Pause, in der einige ein Nickerchen

machten und andere versuchten, produktiv für anstehende Klausuren zu lernen, starteten am

Nachmittag Jakob und Anouk in jeweils spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen im Einer. Laura und

Josi, welche nach den Meldeergebnissen eigentlich in einem Vereinsinternen Rennen nur

gegeneinander antreten sollten, wurden am Start auf einmal doch noch von einer dritten Starterin

überrascht. Trotz des kurzen Schocks über die unerwartete Konkurrentin belegte Josi den Ersten-

und Laura den Zweiten Platz und sie konnten die Siege für Altwarmbüchen sichern. Die letzten

Rennen von Carolin und Frederike sowie Moritz und Tristan wurden nochmal richtig spannend.

Beide Rennen wurden von Josi mit dem Fahrrad begleitet und der Endspurt dementsprechend

früh ausgerufen. In beiden Rennen wurde mit nur geringem Abstand zum Ersten Boot der Zweite

Platz belegt und es wurde hart gekämpft.

Insgesamt hatten wir ein absolut erfolgreiches und spaßiges Regattawochenende, bei dem nur

einige während des Riggerns und der Ruderaktivitäten in der Sonne geschmolzen sind, wie Teresa

es bezeichnen würde…

Großer Dank an Teresa für die aufwendige Hänger-Wegfahrt-Aktion, um diese Regatta parallel zur

Pfingswanderfahrt zu ermöglichen!


Bericht Bremen Regatta

Am 9. Und 10. Mai fand die Regatta in Bremen statt, an der die Ruderjugend wie jedes

Jahr teilnahm. Mit dabei waren dieses Jahr: Theo I., Anouk, Theo W., Carl, Marc, Moritz,

Frederike, Carolin, Jakob, Tristan, Josi, und Laura, sowie Teresa und Nilo als Trainer.

Am Samstag machten wir uns schon sehr früh morgens auf den Weg nach Bremen, denn

Anouk startete direkt im vierten Rennen der Regatta. Damit startete die Regatta für uns

mit einem Sieg, denn Anouk konnte ihr Rennen gewinnen. Theo W. erreichte in seinem

Rennen im Einer ebenfalls einen 1. Platz. Auch die anderen Ruderinnen und Ruderer

gaben ihr Bestes und zeigten sowohl im Einer als auch im Zweier starke Leistungen. So

wurden auch noch einige erfreuliche 2. und 3. Plätze belegt. Bei den Juniorinnen und

Junioren auf der 1500m Strecke und den Kinder über 300m und 700m.

Wie immer übernachteten wir in einer Sporthalle und haben den Samstagabend

gemeinsam mit Pizza ausklingen lassen.

Insgesamt war es eine erfolgreiche Regatta, bei der wir alle viel Spaß hatten.


17. bis 19. April – Weser & Wellness diesmal etwas anders

Es zeigt sich mal wieder, dass gründliche Planung zum Tour-Erfolg beiträgt, daher hat uns eine Vollsperrung der A7 auch nur kurz aufgehalten und wir waren weitgehend pünktlich in Kassel. Ja, Kassel - wir haben uns nicht verfahren, sondern wollten - da die Werra zu wenig Wasser hatte - auf der Fulda starten.

 

Wir haben auch gleich den richtigen Steg gefunden, was bei einem Dutzend Ruderclubs nebeneinander nicht selbstverständlich ist. Der Steuermann fuhr dann erst mal in die falsche Richtung, war aber gewollt, weil es dort ein recht imposantes Wehr gibt. Dann die Wende und zügig zurück zur ersten Schleuse, die uns ordentlich ausgebremst hat - dauerte ewig, vermutlich weil die neu in Betrieb genommene Schleuse alle europäischen Sicherheitsvorschriften penibel beachtet. Die weiteren vier (älteren) Schleusen - hoffentlich ein neuer Schleusenrekord - gingen dann zackig und dazwischen war dann auch die Fulda, die uns mit einer herrlichen Flusslandschaft belohnt hat.

 

Angelandet sind wir am Steg der DJH Hann. Münden, die uns freundlich gesinnt war. Den Abend und die Nacht verbrachten wir dann nicht unter der Brücke, sondern „Zur Brücke“, was sich seit Jahren bestens bewährt. Lediglich ein, nennen wir es Kindergeburtstag - offiziell stand dort geschlossene Gesellschaft - strapazierte unsere Nerven, aber vor langer Zeit waren wir ja auch mal klein. Der erste großartige Tag, gute Nacht.

 

Nach der Vor-Fahrt startete „Weser & Wellness“. Weser wie immer von Hann.Münden bis Hameln. Zu den sieben Fulda-Befahrern stießen Thorsten und vier Frauen hinzu, zwei von ihnen zum ersten Mal bei einer Wanderfahrt oder auf dieser Strecke. Wellness am Samstag gab es diesmal in der Form von 80 km Rudern bis Holzminden, in angenehmem Sonnenschein. Die letzten Kilometer gingen allerdings in die Muskeln und Knochen, besonders an Rücken und Sitzfläche. Wellness in der Therme in Bad Karlshafen fiel dafür aus. Im „Weserpiraten“ in Holzminden gab es kräftiges Essen und helles und dunkles Bier. Am nächsten Morgen wurde Fahrtenleiter Arne sehr gelobt, dass wir die 80 km schon am Vortag erledigt hatten. Es pladderte aus einem gleichmäßig grauen Himmel. Mit einer halben Stunde Aufschub starteten wir im Regen auf die verbleibenden 52 km. In Bodenwerder blinzelte die Sonne durch die Wolken. Sie blieb uns erhalten beim Putzen und Verladen der Boote in Hameln. Früh wie nie saßen alle in der Tünderschen Warte und mussten Flexibilität zeigen: Es gab kein Tündern Spezial mehr, Forelle und Leber waren aus, aber es fand sich genug, um alle satt und zufrieden nach einer schönen Fahrt noch bei Tageslicht nach Hause zurückkehren zu lassen. Und Arne hatte am Sonntagmorgen noch eine kleine Überraschung zu verkünden, die hier aber noch nicht verraten wird.

 


Jugend-Trainingslager Wilhelmshaven 20.-25. März 2026

Am Freitag, dem 20. März haben wir uns um 16 Uhr bei sehr sonnigem Wetter und kuscheligen 17 Grad am Verein getroffen. Der diesjährige Teilnehmerrekord veranlasste uns dazu vier Autos und drei Anhängern zu mobilisieren. Dabei waren dieses Mal: Lean, Noah, Theo I., Anouk, Carl, Theo W., Laura, Moritz, Josi, Jakob, Tristan, Hannah, Louisa, Teresa, Michaela, Odo, Malina, Janna und Leona. Mit den Booten und dem Motorboot im Schlepptau ging die Fahrt Richtung Wilhelmshaven los. Auf halber Strecke überraschte uns das quietschende und kratzende Geräusch des Rades vom Motorbootsanhänger. Zum Glück konnten wir rechtzeitig anhalten und das Rad wieder festdrehen.

 

 

Nach einer dennoch sehr angenehmen Autofahrt sind wir im wolkenverhangenen Wilhelmshaven angekommen. Was der Anblick und das Thermometer im Auto schon vermuten ließen: Es war kalt, seehhhrrr kaaallltt. Bei drei Grad und Nebel haben wir das Gepäck in den Verein getragen und die ersten Boote geriggert. Auch unser Bettenlager bauten wir auf. Nachdem wir mit allem fertig waren, konnten wir das Mitbring-Buffet genießen. Zum Abschluss haben wir uns das historische Video des Deutschen Ruderverbands zum „Verhalten auf Schifffahrtsstraßen“ angesehen. Neben dem Unterhaltungswert vermittelt es anschaulich, wie man sich neben großen Schiffen im Ruderboot verhalten sollte.

 

 

Am Samstag hat uns die Playlist „Wake Up Happy“ geweckt. Nachdem sich alle angezogen hatten, sind wir um 07:15 Uhr losgejoggt. Den Altersgruppen entsprechend sind wir unsere Strecken gelaufen und haben uns anschließend wieder am Verein für eine Dehnrunde getroffen. Nach dem Frühstück und einer kleinen Pause ging es das erste Mal aufs Wasser. Ähnlich wie den Tag davor ließ sich die Sonne leider nicht blicken. Nach einer dennoch guten Einheit gab es zum Mittag Nudeln mit Tomatensoße und Parmesan.

 

 

Während der Mittagspause hatten jedoch ein paar Enten den Steg in Beschlag genommen und einige Hinterlassenschaften abgelegt. Für den Job „Steg schrubben“ waren schnell zwei Freiwillige gefunden. Theo und Carl haben begeistert die Wassereimer auf dem Steg ausgekippt und auch ein paar Experimente gewagt. Wie schnell muss ich den vollen Eimer Wasser in einer 360 Grad-Bewegung schleudern, damit sich das Wasser am höchsten Punkt nicht auf meinem Kopf entleert? Nach der zweiten Einheit des Tages, die weniger Wind und mehr Wärme zu bieten hatte, haben wir eine Videoanalyse gemacht. Sich selbst beim Rudern zu sehen und seine „Baustellen“ nachvollziehen zu können, ist hilfreich für die Umsetzung der Tipps im Training.

 

 

Um das soziale Miteinander zu stärken und den ausartenden Handykonsum etwas einzudämmen, haben wir jeweils nach dem Mittag- und Abendessen eine einstündige handyfreie Zeit eingeführt – selbstverständlich für alle! Nachdem die Pünktlichkeit zum Laufen am Sonntagmorgen zu wünschen übrigließ, wurde beim Frühstück eine weitere Regel besprochen. Pro verspätete Minute verlängert sich die handyfreie Zeit um eine halbe Stunde… Wie pünktlich alle am Montag waren!

 

 

Während die Kinder Sonntagmittag in der handyfreien Zeit „Werwolf“ und „Stadt, Land, Fluss“ gespielt haben, riggerten die Junioren und Senioren „Berndhard Brand“ zu einem Riemenvierer um. Mal wieder das Riemenfahren auszuprobieren hat allen viel Spaß gemacht. Während die Blasen an den Händen, die durch das Skullrudern entstanden sind, eine kleine Pause hatten, sind leider trotzdem Blasen durch das Riemenrudern dazugekommen.

 

 

Am Montag haben wir nach einer sonnigen Einheit bei flachem Wasser noch zwei Teamspiele gemacht. Bei dem ersten Spiel sollten sich alle nonverbal auf einem Seil nach ihrem Geburtsdatum sortieren. Das zweite Spiel hatte zur Aufgabe ein Moor mithilfe von Teppichfliesen zu überwinden. Anschließend sind wir gemeinsam ins Schwimmbad gefahren und danach auf die Kirmes gegangen. Dort haben wir uns mit allerhand Süßkram eingedeckt: Creps, schokolierte Erdbeeren, Traubenzuckerarmbänder oder gebrannte Mandeln.

 

 

Nach zwei erfolgreichen Einheiten am Dienstag und einem coolen Spieleabend, konnten wir am Mittwoch leider nicht rudern. Es war sehr stürmisch und auf den Wellen waren Schaumkronen zu sehen. Stattdessen haben wir die Boote geriggert und den Hänger beladen. Anschließend haben wir noch die Slides der Ergos des Vereins ausprobiert und sind zurück zum WSV gefahren.

 

 

Nach unserem erfolgreichen Trainingslager freuen wir uns alle auf die Saison 2026!

 

 


Ehrung für WSV-Ruderinnen

Bei der Sportlerehrung der Gemeinde Isernhagen am 13. März 2026 standen auch zwei WSV-Ruderinnen auf dem Podium: Josi und Laura wurden für ihre Erfolge bei den Niedersächsischen Sprintmeisterschaften im August 2025 geehrt. Über die 400-m-Strecke im Einer war Josi als Siegerin Landesmeisterin geworden, Laura hatte den zweiten Platz belegt.

 


Abwechslungsreiches Jugendwintertraining – Mitte März zum Schluss das Highlight!

Die Zeit zwischen den Herbst- und Osterferien, in der es nachmittags schon zu dunkel fürs Wassertraining war, nutzte die Ruderjugend auch in der Saison 25/26 für ein abwechslungsreiches Wintertraining in der Sporthalle. Bis zu 22 Kinder und Jugendliche nahmen an Spielen, Koordinationsaufgaben, Zirkeltraining und vielem mehr teil. Besonders beliebt waren in diesem Winter alle Varianten des Spieleklassikers "Völkerball". Ein Highlight war auch das letzte Training, bei dem alle Teilnehmer eigene Parcourselemente bauen und erproben durften. Als besondere Schwierigkeit wurde dieser Parcours dann auch noch blind durchlaufen, was viel Vertrauen in den Partner und die eigenen Fähigkeiten erforderte.

 

P.S. zum Wintertraining sind Kinder und Jugendliche aus ALLEN Sparten herzlich eingeladen!

 

Michaela

 


Ergo-Saison war schön…

Mit zufriedenen Gesichtern blicken Ruderinnen und Ruderer zurück auf die winterliche Ergo-Saison. Laut schallten aufputschende Rhythmen aus den Boxen im Ergoraum, wenn für die Online-Wettbewerbe gerudert wurde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

 

Für den 18. Alster-Ergo-Cup 2025/2026 hatten sich 17 Teilnehmende vom WSV gemeldet. Die Konkurrenz war beeindruckend: fast 450 Teilnehmende aus 15 Ländern, darunter z.B. der zweifache Olympia-Sieger Thomas Lange, traten für 53 Vereine an. Neun Rennen in fünf Blöcken, über Strecken zwischen 500 m und der Halbmarathon-Distanz, forderten heraus. Obwohl der WSV einige verletzungsbedingte Ausfälle verkraften musste, konnte das Vereinsteam am Schluss über das Ergebnis jubeln: Platz 23 – deutlich in der oberen Hälfte des Teilnahmefeldes gelandet! Alle, die in einem, mehreren oder allen der Rennen antraten, trugen zu diesem Erfolg bei. An der Spitze: Heike Schünemann auf Platz 51 unter 426 am Schluss gewerteten Teilnehmenden. Sie erreichte 1454 Wertungspunkten. Diese Punkte werden ermittelt durch Vergleich der eigenen Resultate mit Referenzzeiten. Das sind die Bestzeiten in den jeweiligen Alters- und Gewichtsklassen.

 

Im Januar lief außerdem der Women’s Rowing Challenge. Ein Elfer-Team des WSV nahm die Herausforderung an. Vier Wettkämpfe von 8, 15, 22 und 30 Minuten Dauer verteilt auf vier Januarwochen boten die Chance sich zu beweisen. Ziel vor allem: im kalten, in Altwarmbüchen auch vereisten Januar von der Couch herunter zu kommen und im Training zu bleiben. Auch hier war es Heike, die bei den WSV-Frauen auf Platz 388 unter 5816 Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland die Nase vorn hatte. Keine Berücksichtigung von Alter oder Gewichtsklasse in der Wertung; hier geht es vor allem darum, gegen sich selbst anzutreten. Bei den Vereinen bedeutete das: WSV auf Platz 116 von 215 teilnehmenden Vereinen. Im relativen Ranking, das die Mitgliederzahl des Vereins/der Rudersparte berücksichtigt: Platz 88.

 

 

Zusammen mit den Platzierungen der Ruderjugend beim DRC-Ergo-Cup: eine erfolgreiche Ergo-Saison liegt hinter uns. Das Women Team wird das Ende Februar noch mit einem abendlichen Restaurant-Besuch feiern. Für alle heißt die letzte Februarwoche: endlich ist der See eisfrei –

 

 

…auf dem See rudern ist schöner!

 


DRC Ergo Cup: kleine WSV-Delegation schlägt sich wacker

Beim diesjährigen 20. DRC Ergo Cup am 24. Januar zeigte ein kleines Jugendteam des WSV eine klasse Leistung mit Super-Zeiten. Carl kam als Dritter bei den Leichtgewicht-Jungen 13 Jahre auf das Sieger-Podest. Frederike und Eva nahmen an den Landesmeisterschaften der Juniorinnen B teil und belegten Platz 9 und 11. Besonders hervorzuheben: Für alle drei war es der erste Start beim Ergo-Wettkampf.

 


Spezieller Blick zurück: „Eineinhalb Jahre später – und ich rudere immer noch rückwärts ins Glück“

Als ich vor gut eineinhalb Jahren als Ruderin in den Wassersportverein eingetreten bin – mit exakt null Wassererfahrung außer einem Fahrtenschwimmer aus den 80ern – hatte ich wirklich keine Vorstellung, worauf ich mich einlasse. Ich dachte: „Wie schwer kann’s sein?“ Die Antwort: Ja.

 

Die ersten Trainings fühlten sich an wie eine Mischung aus Zirkusartistik und Gehirnakrobatik. Ich war der menschgewordene Knoten: Hände, Arme, Beine, Schultern, Knie, Rücken, Hintern, Kopf – alles sollte gleichzeitig irgendetwas tun, nur bloß nicht das, was ich gerade tat. Mehrfach dachte ich: „Vielleicht gibt es Menschen, die das einfach nie begreifen. Und ich bin eine davon.“ Dachten sich die alten Hasen im Boot das auch? Sie waren jedenfalls höflich genug, es nicht laut zu sagen.

 

Und trotzdem habt ihr mich mitgenommen. Immer wieder. Ihr habt mich ertragen, ermutigt und mir erlaubt, mich euch zuzumuten – mit all meiner Unsicherheit, meinem Chaos, habt mich Fehler machen lassen und euch dabei erstaunlich wenig aufgeregt. Ihr habt mir nicht nur die Technik erklärt, sondern auch die unausgesprochenen Regeln vermittelt: wann man schweigt, wann man lacht, wann man schweigt und trotzdem alles sagt – und wann man einfach den Schlag weiterzieht, weil Diskussionen das Boot nur ins Schwanken bringen.

 

Der Umgangston ist manchmal kerniger als die imaginierte Tischplatte, die ich laut Kai vor meinem Bauch sehen soll („beim Rollen oben wischen, beim Ziehen unten wischen“ – wann war ich versehentlich in die Putzkolonne abgebogen 🤔?) Und doch sitzen wir nach jeder hitzigen Diskussion später wieder zusammen – Kaffee in der Hand, ein Glas Wein in Reichweite.
Auch das ist Rudern: Erst Kommandos, dann Kekse.

 

Und dann natürlich die Technik.
„Gerudert wird mit den Beinen!“ – wie bitte?
„Der Ruderer sitzt stolz im Boot!“ – aha.
„Kein Obelix!“ – ein bisschen Zaubertrank wär‘ jetzt aber sehr hilfreich.
Ich habe mehrere Wochen gebraucht, um zu begreifen, dass „Stolz“ im Boot nichts mit Brust raus zu tun hat, sondern ungefähr mit… ja, keine Ahnung. Ich arbeite noch dran.

 

Außerdem habe ich einiges Neues über mich entdeckt – vor allem eine überraschende Wandlungsfähigkeit. Eigentlich bin ich inzwischen eher der Typ für ein schönes Zimmer mit ordentlicher Matratze und funktionierender Privatsphäre. Und nun schlafe ich auf Wanderfahrten quietschvergnügt in einem Sechsbettzimmer der Jugendherberge, Klo auf dem Flur, und finde es großartig. Es fehlte eigentlich nur noch, dass wir nachts zum Jungstrakt schleichen. (Was wir selbstverständlich nicht getan haben.)

 

Ich habe außerdem gelernt, dass es offizielle Vereinsregeln gibt – und inoffizielle Bootsregeln. Und die geraten manchmal so herrlich aneinander wie Mama und Papa früher. Da fand ich mich öfter in kleinen Loyalitätskonflikten wieder als zu Teenagerzeiten.
Aber auch das hat Platz im Verein: Im Boot darf jeder so sein, wie er ist – mit Macken, Marotten und Bewegungen, bei denen man sich fragt: „Soll das so?“ Und trotzdem: Man gehört dazu.

 

Mit der Zeit habe ich verstanden, warum das Boot schneller wird, wenn wir wirklich zusammen rudern – und warum es sofort Tempo verliert, sobald wir aus dem Rhythmus geraten. Rudern zeigt unmittelbar, wie sehr wir voneinander abhängen und wie viel Kraft ein gemeinsamer Takt haben kann. Ein Boot folgt nicht der Stärke des Einzelnen, sondern der Harmonie aller.

 

Hier wird spürbar, was Rudern ausmacht: Wir sitzen zusammen im Boot – und erst im Gleichklang entsteht Vorwärts.

 

Und irgendwann geschieht dieser kleine Zauber:
Das Boot läuft.
Der See gleitet unter uns hinweg.
Und plötzlich bewegen wir uns wie eine einzige, ruhige Einheit über den See – fast wie Meditation – nur ohne Räucherstäbchen und ohne die Gefahr, einzuschlafen.

 

Der Rest ist Feinjustierung. Zum Beispiel die Frage, wie man einen Sundowner mit Eiswürfeln sicher ins Boot integriert. Aber nach allem, was ich in diesem ersten Ruderjahr gelernt habe, bin ich sicher: Auch das bekomme ich hin. (Und wenn nicht: Dann eben Aperol ohne Eis. Wir sind ja flexibel.)

 

Denn ich habe begriffen, dass man nicht alles sofort können muss. Dass es okay ist, zu wackeln, Krebse zu fangen, aus dem Takt zu geraten, zu fluchen – und trotzdem weiterzurudern.
Dass Perfektion überschätzt wird.
Man muss nur da sein – der Rest kommt mit dem nächsten Schlag.

 

Danke an alle, die mich mitgenommen haben – ins Boot, in die Gemeinschaft, in diesen wunderbaren Sport
Ich freue mich auf alle Kilometer, die noch vor uns liegen. Gemeinsam. Im Takt. Im selben Boot.                   AT                                                     

 

 


Neujahrsrudern ohne Boote

Das diesjährige Neujahrsrudern am zweiten Sonntag des Jahres, also dem 11. Januar, fand auf Langlaufskiern oder zu Fuß statt. Auf dem See war Eis. Die Schneelandschaft entschädigte aber die rund um den See Wandernden völlig – egal, ob sie mit oder ohne Brettern unter den Füßen unterwegs waren. Natürlich flog auch der eine oder andere Schneeball, und wer die Skier nicht so gewöhnt war, landete weich im hoch liegenden Schnee.

 

Zum anschließenden Neujahrsempfang im Bootshaus hatten sich noch zahlreiche weitere Spartenmitglieder eingefunden. Mehr als 30 Personen stießen auf das neue Jahr an, genossen das wieder üppige Mitbring-Büfett und anschließend den Rückblick auf die Saison 2025, auf die Leinwand projiziert mit vielen informativen oder lustigen Fotos. Schöne Erinnerungen sorgten für Vorfreude auf die Saison 2026.